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04.11.2014

19:12 Uhr

Überraschende Kooperation

Microsoft verkündet Partnerschaft mit Dropbox

Wer Microsoft Office nutzt, soll erstellte Dokumente zukünftig im Online-Speicher Dropbox ablegen können: Die beiden Firmen verkündeten am Dienstag überraschend ihre Kooperation. Auch weitere Neuerungen sind geplant.

Microsoft kooperiert in Zukunft mit dem Online-Speicherdienst Dropbox. dpa

Microsoft kooperiert in Zukunft mit dem Online-Speicherdienst Dropbox.

San FranciscoMicrosoft und der Online-Speicher Dropbox arbeiten künftig zusammen. Das haben beide Firmen am Dienstag überraschend angekündigt. Danach sollen Benutzer des Microsoft-Büroprogramms Office ihre Dokumente direkt in dem Onlinespeicher von Dropbox ablegen können.

Microsoft hat dafür bislang nur den eigenen Onlinespeicher Onedrive vorgesehen. Außerdem können Anwender auf dem iPad oder einem Android-Gerät ihre Unterlagen aus Dropbox direkt mit der Office-App von Microsoft verknüpfen.

Das schwierige Smartphone-Geschäft von Microsoft und Nokia

Nokia verlor den Anschluss

Nokia prägte einst den Handymarkt mit, doch dann verloren die Finnen den Anschluss. Beim Vormarsch der Smartphones taten sie sich schwer. Das Google-Betriebssystem Android und das iPhone von Apple setzen dem einstigen Marktführer zu.

September 2010

Stephen Elop wechselt von Microsoft an die Nokia-Spitze.

Februar 2011

Nokia gibt die eigene Smartphone-Software Symbian auf. Fortan setzten die Finnen für ihre Computerhandys auf das Microsoft-System Windows Phone. Zuvor hatte Google versucht, Nokia mit ins Boot der Android-Handybauer zu holen.

Juni 2012

Elop kündigt an, 10.000 Arbeitsplätze bei Nokia zu streichen.

Mai 2013

Das Geschäft mit den Windows-Smartphones kommt nicht in Gang. Deren Marktanteil liegt den Marktforschern von IDC zufolge bei 3,2 Prozent. Android-Handys kommen auf 75 Prozent.

September 2013

Microsoft kündigt an, das Handy-Geschäft von Nokia für 3,79 Milliarden Euro kaufen zu wollen.

April 2014

Kurz vor Abschluss des Verkaufs an Microsoft steckt Nokias Handygeschäft tief in den roten Zahlen. Im ersten Quartal verlor die Sparte 347 Millionen Euro.

Mai 2014

Der Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft bringt Elop Berichten zufolge als Ex-Nokia-Chef gut 24 Millionen Euro ein.

Juli 2014

Microsoft kündigt den Abbau von 18.000 Stellen an. Mit 12.500 Jobs sind vor allem die Ex-Nokianer betroffen.

Juni 2015

Das Geräte-Geschäft wird mit dem Windows-Bereich zusammengelegt. Stephen Elop verlässt Microsoft bereits wieder.

Juli 2015

Microsoft kündigt den Abbau von weiteren 7800 Mitarbeitern an – vor allem im Handy-Geschäft. Der Konzern schreibt bis zu 7,6 Milliarden Dollar ab.

Im Gegenzug kündigte Dropbox an, künftig eine App für das Microsoft-Mobilsystem Windows Phone auf den Markt zu bringen. Die Windows-Smartphones leiden immer noch darunter, dass wichtige Programme nicht zur Verfügung stehen, die es für iPad und iPhone von Apple oder die Vielzahl der Smartphones mit dem Android-System von Google gibt.

Von

dpa

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