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22.08.2012

16:58 Uhr

Übertragungsrechte

Sky hätte mehr für die Bundesliga gezahlt

Satte 486 Millionen Euro zahlt Sky ab der Saison 2013/2014 für die Bundesliga-Rechte. Doch man hätte noch mehr gezahlt, gesteht Sky-Chef Brian Sullivan. Das Potential des Pay-TV-Marktes in Deutschland sei riesig.

Sky zahlt künftig deutlich mehr für die Übertragung der Bundesliga. dapd

Sky zahlt künftig deutlich mehr für die Übertragung der Bundesliga.

DüsseldorfDie Fußball-Bundesliga hätte aus ihren Medienrechten mehr Geld herausholen können. Denn der Bezahlsender Sky wäre auch bereit gewesen, für die Live-Rechte im Fernsehen, Internet und für mobile Endgeräte tiefer in die Tasche zu greifen. „Wenn es nötig gewesen wäre, hätte ich sogar noch etwas mehr bezahlt“, sagte Vorstandschef Brian Sullivan dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe). „Der Preis ist sehr fair im Vergleich zu dem, was in anderen Ländern gezahlt wird.“

Der München Konzern zahlt ab der kommenden Saison 2013/14 jährlich 486 Millionen Euro an die Profi-Klubs für die Medienrechte der 1. und 2. Fußball-Bundesliga. Das sind etwa 216 Millionen Euro mehr als bisher. Der Vertrag mit der Deutschen Fußball-Liga läuft über fünf Jahre.

Die Sky-Quoten der den Bundesligavereine

Die Topscorer

Die meisten Zuschauer ziehen die Top-Vereine vor den Pay-TV-Bildschirm. Bayern München steht mit rund 690.000 Zuschauern an der Spitze, gefolgt von Schalke 04 mit 540.000 und Borussia Dortmund mit 450.000 Zuschauern.

Auf den Fersen

Verstecken müssen sich auch die Quoten von Hannover und dem Hamburger SV nicht. Beide kommen durchschnittlich auf etwa 380.000 Zuschauer. Dahinter folgt Borussia Mönchengladbach mit rund 320.000 und der 1. FC Köln mit 310.000 Zuschauern.

Das Mittelfeld

Werder Bremen und der VfB Stuttgart halten sich mit durchschnittlich rund 290.000 Zuschauern gerade noch im Mittelfeld.

Im Abstiegskampf

An ihrer Außenwirkung sollten folgende Vereine noch arbeiten: Bayer Leverkusen lockt durchschnittlich eine Viertelmillion Zuschauer vor den Bildschirm, der 1. FC Nürnberg 220.000 und Hertha 210.000.

Abseits

Am unteren Ende der Sky-Quotenliste finden sich nicht zwingend die Absteiger: Die wenigsten Zuschauer haben der FC Augsburg (rund 190.000), der VfL Wolfsburg (rund 160.000), der SC Freiburg (rund 160.000) und Hoffenheim (rund 150.000).

Die Daten entstammen einer Erhebung der Pay-TV-Quoten durch Media Control. Erhebungszeitraum ist die Saison 2011/2012, Stand ist der 30. Spieltag.

„Wir haben diese vollumfänglichen Rechte der Bundesliga für einen guten Preis bekommen. Denn wir haben so viel Exklusivität wie nie zuvor, da wir ab der nächsten Saison der einzige Anbieter sein werden, der die Bundesliga live ausstrahlt“, sagte Sullivan. „Das hätten wir uns zu Beginn dieser intensiven Verhandlungen nicht einmal getraut, vorzustellen. Das Ergebnis macht uns sehr glücklich, ein ausgezeichneter Deal.“

Der Amerikaner ist davon überzeugt, dass im Gegensatz zu anderen Ländern in Deutschland es für das Bezahlfernsehen noch viele Wachstumsmöglichkeiten. „Der hiesige Markt ist deutlich davon entfernt sein Potenzial ausgeschöpft zu haben“, sagte der CEO. Er hält in den nächsten Jahren bis zu fünf Millionen Abonnenten möglich. Derzeit verfügt Sky über etwas mehr als drei Millionen Kunden. Ein positives Nettoergebnis will das Münchener MDax-Unternehmen nach eigenen Angaben frühestens 2014 schreiben. Im zweiten Quartal hat das früher als Premiere bekannte Unternehmen unterm Strich 14 Millionen Euro Verlust verbucht. Operativ, also vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), erzielte Sky aber ein Gewinn von 23 Millionen Euro. Es war der zweite operative Quartalsgewinn in der über 20jährigen Geschichte des Unternehmens.

Von

hps

Kommentare (1)

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Was_fuer_Irre_es_gibt

22.08.2012, 19:49 Uhr

"Doch man hätte noch mehr gezahlt, gesteht Sky-Chef Brian Sullivan."

Die Dummheit der Manager-Kaste kennt keine Grenzen mehr. Wie kann man nur so einen Mist von sich geben. Dann weiß die Bundesliga ja, dass sie bei der nächsten Verhandlung noch mehr verlangen kann. Bei solch einer dummen Aussage sollten die Aktionäre sehen, dass sie sich vom Acker machen. Der Typ schmeißt freiwillig den Gewinn zum Fenster raus.

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