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12.06.2013

12:10 Uhr

Überwachungs-Vorwürfe

Microsoft weist Kritik an Xbox One zurück

Datenschützer befürchten, dass Microsofts neue Konsole durch Internet-Verbindung und Kamera zum Überwachungswerkzeug werden könnte. Microsoft-Xbox-Chef Marc Whitten entgegnet: „Xbox One ist kein Big Brother“.

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Los AngelesDie Kritik von Datenschützern an Microsofts neuer Spielekonsole Xbox One hält Microsoft-Manager Marc Whitten für unberechtigt. „Der Spieler kontrolliert das System, nicht umgekehrt“, sagte der „Vater der Xbox One“ der dpa am Mittwoch am Rande der Spielmesse E3 in Los Angeles. Kritiker befürchten, dass durch die obligatorische Internet-Verbindung und die Kamera der Bewegungssteuerung Kinect die Privatsphäre der Spieler verletzt werden könnte. „Wir sind sehr darauf bedacht, die Privatsphäre zu schützen“, betonte Whitten.

Die Kinect-Technologie solle es erlauben, „das Unterhaltungssystem einfacher zu steuern und wundervolle Spiele zu spielen“, sagte Whitten. Zudem lasse sich die Kamera unkompliziert ausschalten. Die Kamera erfasst Gesten zur Steuerung, erkennt aber auch genau, wer und wie viele Personen vor dem Bildschirm sitzen. Die Befürchtungen der Datenschützer hatten zuletzt auch durch die Enthüllungen rund um das US-amerikanische Überwachungsprogramm PRISM neue Nahrung erhalten. „Die Xbox One ist kein Big Brother“, betonte Whitten. Microsoft halte sich an die gesetzlichen Vorgaben. Er könne sich zudem „nur sehr schwer vorstellen“, dass US-Nachrichtendienste am Spielverhalten von Nutzern der Xbox One interessiert sein könnten.

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Kritik war auch an der obligatorischen Online-Verbindung geäußert worden, mit der die Xbox One unter anderem Updates im Hintergrund laden soll. Die Konsole kann damit aber auch ermitteln, ob der Spieler ein gekauftes, gebrauchtes oder selbst kopiertes Spiel spielen will. Die Xbox One muss deshalb alle 24 Stunden ans Netz. Whitten hält die Online-Pflicht für die Konsole für richtig. „Ja, das ist notwendig“, betonte er. Die Plattform sei so konstruiert. Er wissen jedoch, „dass das Internet nicht perfekt ist und manchmal zusammenbricht“.

Die neue Xbox One biete die Basis für Spiele „der nächsten Dekade“, sagte Whitten. Dazu gehöre das Spielen in der Cloud und die Möglichkeiten, dass die Spieler selbst ganz neue Welten gestalten könnten. Die technische Architektur der Xbox One sei „eine Leinwand, auf der Maler ihre Kunstwerke schaffen“. Für Eltern, deren Kinder häufig mit einer Konsole spielen und Hausaufgaben vernachlässigen, hat Whitten einen simplen Rat. „Einfach ausschalten. Das funktioniert wunderbar.“

Von

dpa

Kommentare (5)

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James

12.06.2013, 13:18 Uhr

Die neue KINECT-Kamera bietet eine Auflösung in Höhe von 1080p. Wie soll bitte jemand diese Videos mit dermaßen GROSSEN DATENMENGEN hochladen, ohne dass es jemand mitkriegt? Jetzt mal ernsthaft! Das ist VÖLLIG UNMÖGLICH! Besonders bei dem lahmen Upload den die meisten haben und es würde verdammt auffallen, wenn auf einmal der Upload-Traffic um 1000% steigt.

Für mich ist diese ganze Diskussion nur Panikmache und absolut lächerlich, sowieso nicht gerechtfertigt.

andrushk82

12.06.2013, 13:55 Uhr

Ich verstehe die ganze Panikmache auch nicht... natürlich sollte man sich schon Gedanken machen wohin diese Technologie irgendwann mal führen könnte, allerdings sehe ich in naher Zukunft noch keine Gefahr dadurch!

Ich finds nur erstaunlich wie sich die Menge durch ein bisschen negativ-Presse gleich so mitreissen lässt!
Überlegt mal wozu Satelliten, Handys, Internet usw. fähig sind! Da sehe ich in der XboxONE die kleinste Gefahr!!

Und da ich über XboxLIVE nicht vorhabe mich für einen Völkermord zu verabreden, is mir diese "überwachung" eh wurst! ;)

jessler

12.06.2013, 14:12 Uhr

Man merkt dass sie nur Deutschland im Blick haben, andere Länder haben Highspeed-Internet da können wir Deutsche noch in 20 Jahren davon träumen. Außerdem sollten Sie mal nachdenken, dass eine 1080p Kamera nicht zwangsläufig in 1080p Videos aufnehmen muss und schon gar nicht Videos machen muss. Bilder und Tonaufnahmen tun es auch.

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