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29.07.2014

18:37 Uhr

Umbau geht ins Geld

Gewinn der „New York Times“ sinkt

Der Verlag der „New York Times“ hat Tochterfirmen und Schwesterblätter verkauft und das Online-Geschäft der Zeitung ausgebaut. Das macht sich nun bemerkbar: Die Investitionen nagen am Gewinn – zeigen aber auch Wirkung.

Der Verlag der „New York Times“ verdiente im zweiten Quartal nicht einmal halb so viel wie im Vorjahreszeitraum. dpa

Der Verlag der „New York Times“ verdiente im zweiten Quartal nicht einmal halb so viel wie im Vorjahreszeitraum.

New YorkInvestitionen in neue digitale Angebote nagen am Gewinn der New York Times Company. Der Verlag hinter der gleichnamigen Zeitung verdiente im zweiten Quartal unterm Strich rund 9 Millionen Dollar (7 Millionen Euro) und damit nicht einmal halb so viel wie im Vorjahreszeitraum. Auch außerplanmäßige Pensionszahlungen belasteten, wohingegen sich eine Steuergutschrift positiv auswirkte.

„Wir haben ein anhaltendes Wachstum bei digitalen Werbeanzeigen und bei den Abo-Einnahmen gesehen“, erklärte Verlagschef Mark Thompson am Dienstag. „Aber wir wissen, dass noch mehr Arbeit vor uns liegt beim Umbau unseres Geschäfts.“ Wegen insgesamt geschrumpfter Werbeinnahmen fiel der Umsatz leicht auf 389 Millionen Dollar. Die Aktie verlor im frühen Handel 4 Prozent an Wert.

Der Verlag hatte Tochterfirmen und Schwesterblätter wie den „Boston Globe“ verkauft und im Gegenzug das Online-Geschäft der „New York Times“ ausgebaut. Das schlägt sich in vermehrten digitalen Abos nieder: Allein im vergangenen Quartal kamen 32.000 zu, womit die Gesamtzahl auf 831.000 stieg.

Zu Beginn des Jahres war der New York Times Company das erste Umsatzplus seit Jahren gelungen. Vorstandschef Mark Thompson warnte allerdings schon damals vor überzogenen Hoffnungen auf ein Ende der Flaute für die gebeutelte Zeitungsbranche.

Die „New York Times“ ist eines der Flaggschiffe des amerikanischen Journalismus und hat so viele Pulitzer-Preise wie kein anderes Medium gewonnen. Doch wie die Konkurrenz kämpft das Blatt mit der Abwanderung von Werbekunden ins Internet, wo sie potenzielle Kunden zielgenauer ansprechen können.

Von

dpa

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