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15.01.2014

18:03 Uhr

Umgang mit Kundendaten

Google wehrt sich gegen Strafe in Frankreich

150.000 Euro Buße soll Google in Frankreich wegen seines Umgangs mit Daten zahlen. Nun geht der Konzern gegen die Entscheidung vor. Doch Frankreich ist nicht das einzige Land, das Probleme mit Googles Datenschutz hat.

Im März 2012 nahmen sechs europäische Länder Datenschutz-Ermittlungen auf. In Spanien wurde Google im Dezember zu einer Strafe von 900.000 Euro verdonnert. dpa

Im März 2012 nahmen sechs europäische Länder Datenschutz-Ermittlungen auf. In Spanien wurde Google im Dezember zu einer Strafe von 900.000 Euro verdonnert.

ParisGoogle setzt sich in Frankreich gegen eine Strafe wegen laxen Umgangs mit Kundendaten zur Wehr. Der Suchmaschinen-Betreiber werde gegen die Entscheidung der französischen Verbraucherschutzbehörde CNIL Beschwerde einlegen, kündigte der Konzern am Mittwoch an.

Die Behörde hatte gegen Google vergangene Woche eine Buße von 150.000 Euro verhängt, weil der Internetkonzern es versäumt habe, seine Praktiken beim Speichern von Nutzerdaten innerhalb der vorgeschriebenen Zeit in Einklang mit französischem Recht zu bringen. Ein Google-Sprecher erklärte dagegen: „Wir haben in vollem Umfang mit der CNIL zusammengearbeitet und dargelegt, wie unsere Datenschutzrichtlinien funktionieren und uns ermöglichen, einfachere und effektivere Dienste anzubieten.“

Die Einkaufsliste von Google

DeepMind

Die neueste Errungenschaft von Google ist das britische Start-up DeepMind, das sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Schon seit langem wurde spekuliert, Google könnte zu Methoden der künstlichen Intelligenz greifen, um große Datenbestände besser auszuwerten. Im Januar 2014 hat der Konzern dann zugegriffen.

Motorola

Im Sommer 2011 kaufte Google für 12,5 Milliarden Dollar den Handy-Hersteller Motorola. Es war die erste große Transaktion, um Google auch im Hardware-Geschäft zu etablieren. Nach weniger als zwei Jahren stieß der Konzern das Geschäft aber wieder ab und verkaufte es an den chinesischen Elektronikhersteller Lenovo. Die meisten Patente zum Schutz seines Betriebssystems Android behielt Google indes.

Nest

Erst 2011 ging das Start-up Nest an den Start, überzeugte aber mit seinen elektronischen Haushaltsprodukten wie Thermostaten oder Rauchmeldern. Anfang 2014 schlug Google zu und verleibte sich die Firma für 3,2 Milliarden Dollar ein.

Doubleclick

Im Online-Werbemarkt ist Google ein Gigant. Um die eigene Position zu festigen, griff der Konzern im Jahr 2007 zu und kaufte für 3,1 Milliarden Dollar den Vermarktungsspezialisten Doubleclick.

YouTube

Für damals abenteuerlich erscheinende 1,65 Milliarden Dollar kaufte Google im Oktober 2006 die Online-Videoplattform YouTube. Seit Jahren ist es eine erfolgreiche Plattform zum Vertrieb von Video-Anzeigen.

Waze

Fast eine Milliarde Dollar war Google im Sommer 2013 der israelische Spezialist für Navigationssoftware Waze wert. Mit der Software können von unterwegs in Echtzeit Informationen über Verkehrsstörungen übertragen werden.

Android

Ein Beispiel für einen kleineren Zukauf mit großen folgen, war die Akquisition der Firma Android im August 2005 – für geschätzte 50 Millionen Dollar. Der Name setzte sich durch und wurde zum heute allgegenwätigen Google-Betriebssytem für mobile Geräte.

Zagat

Einer der bekanntesten Herausgeber von Restaurantführern kam im Herbst 2011 unter die Google-Fittiche. Für etwa 150 Millionen Dollar kaufte Google Zagat, eine Firma, die Nutzerkritiken zu Restaurant und Geschäften sammelte und aufbereitete. Die Informationen flossen in den Kartendienst Google Maps ein.

Boston Dynamics

Der Roboter-Hersteller sorgte im Internet für Aufsehen mit einem Roboter, der sich wie eine Katze fortbewegt – und das in respektabler Geschwindigkeit und mit großer Wendigkeit. Seit Ende 2013 gehört das Unternehmen zu Google. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Skybox Imaging

Google stärkt im Juni 2014 seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar.

Google ist bereits seit längerem im Visier europäischer Datenschützer. Der Konzern hatte im März 2012 die Nutzungsbedingungen für seine internetbasierten Cloud-Dienste geändert. Dazu zählen die Videoseite Youtube, der Email-Dienst Gmail sowie die Suchmaschine. Daraufhin nahmen sechs europäische Länder Datenschutz-Ermittlungen auf. In Spanien wurde Google im Dezember zu einer Strafe von 900.000 Euro verdonnert.

Von

rtr

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