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13.01.2005

14:00 Uhr

Umsatz explodiert dank iPod regelrecht

Apple verfünffacht Gewinn fast

Der iPod lässt beim US-Computerhersteller Apple kräftig die Kassen klingeln: Der Erfolg des digitalen Musikplayers bescherte dem Unternehmen im ersten Geschäftsquartal einen Rekordgewinn. Der Umsatz explodiert regelrecht. Damit hat Apple selbst die höchsten Erwartungen der Analysten übertroffen.

Apple-Chef Steve Jobs kann zufrieden mit der Entwicklung in seinem Konzern sein. Foto: dpa

Apple-Chef Steve Jobs kann zufrieden mit der Entwicklung in seinem Konzern sein. Foto: dpa

HB SAN FRANCISCO/MÜNCHEN. Nicht nur für seinen MP3-Player iPod legte der Konzern am Mittwochabend nach US-Börsenschluss sprunghaft gestiegene Erlöse im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal vor. Auch der Absatz von Macintosh-Computern war der höchste seit mehr als vier Jahren. Nach dem Rekordumsatz und -gewinn prognostizierte das im kalifornischen Cupertino ansässige Unternehmen für das laufende zweite Vierteljahr einen etwas geringeren Umsatz als im abgelaufenen Quartal sowie einen Gewinn über den bisherigen Analystenerwartungen. Analysten rechneten auch weiterhin mit einer positiven Entwicklung bei Apple.

Für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres (per 25. Dezember 2004) wies Apple einen Nettogewinn von 295 Mill. Dollar oder 70 Cent je Aktie nach 63 Mill. Dollar oder 17 Cent je Aktie im Vorjahr aus. Selbst die zuversichtlichsten Analysten hatten maximal mit einem Gewinn von 55 Cent pro Aktie gerechnet. Der Umsatz stieg um 74 % auf 3,49 Mrd. Dollar. Analysten hatten hier mit 3,14 Mrd. Dollar gerechnet.

„Wir sind hellauf begeistert“, sagte Apple-Chef Steve Jobs in einem Telefoninterview. Der Erfolg des iPods strahle auch auf andere Apple-Produkte aus, sagte Jobs. In dem vom Weihnachtsgeschäft bestimmten abgelaufenen Quartal wurden Apple zufolge mehr als 4,5 Mill. der MP3-Player ausgeliefert. Im Quartal davor waren es zwei Mill. gewesen. „Sony hat sechs Jahre gebaucht, um sechs Mill. Walkman zu verkaufen“, sagte Barry Jaruzelski von Booz Allen Hamilton.

Der so genannte Halo-Effekt - mit dem das Abstrahlen eines Produkt-Erfolgs auf andere Unternehmensbereiche bezeichnet wird - sei bei Apple nun klar und deutlich zu erkennen, erklärte Jaruzelski. „Wir sehen ihn im Verkauf von mehr als einer Million Macs“, urteilte auch Apple-Chef Jobs. Allein vom iMac G5 wurden nach Angaben des Apple-Finanzchefs Peter Oppenheimer im abgelaufenen Quartal 337 000 Stück verkauft.

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