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24.04.2014

06:37 Uhr

Umsatz- und Gewinnplus bei Apple

Die Stunde des Carl Icahn

VonAxel Postinett

Apple-CEO Tim Cook gibt klein bei, und für Aktionärs-Aktivist Carl Icahn ist es ein Sieg auf ganzer Linie. Er bekommt, was er verlangt. Auch die Aktionäre sind entzückt von der Firmenbilanz.

Mehr Rendite für Aktionäre

Apple übertrifft die Erwartungen

Mehr Rendite für Aktionäre: Apple übertrifft die Erwartungen

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New YorkMillionen iPhones hat Apple im ersten Quartal verkauft. Das brachte dem Unternehmen eine bessere Firmenbilanz als erwartet, es steht mit Umsatz und Gewinnen gut da. Zugleich weitet Konzernchef Tim Cook das Aktienrückkaufprogramm massiv aus, hebt die Dividende an und splittet auch noch die Aktie 7 zu 1.

Ein Bündel aktionärsfreundlicher Maßnahmen, wie es unter Steve Jobs undenkbar gewesen wäre. Am Mittwoch zog die Apple-Aktie nachbörslich vor diesem Hintergrund und angesichts von Rekordergebnissen scharf um bis zu acht Prozent auf rund 566 Dollar an. Doch der einstige Kursgipfel von 705 Dollar ist immer noch in weiter Ferne.

Großinvestor Icahn zeigte sich auf Twitter dennoch hoch erfreut über die Ankündigungen: „Stimme völlig mit Apples aufgestocktem Rückkaufprogramm überein und bin extrem erfreut über die Ergebnisse“, teilte Icahn, der 4,7 Millionen Apple-Aktien hält, mit. Aber er erinnerte Cook auch noch einmal süffisant daran, was alle von ihm erwarten: „Ich glaube, wir werden auch sehr glücklich sein, wenn wir neue Produkte sehen.“ Icahn fordert seit langem von Cook mehr Geld für die Aktionäre. Apple hortet 156 Milliarden Dollar auf seinen Konten.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

Huawei

Drittgrößter Smartphone-Hersteller ist Huawei mit knapp 47 Millionen verkauften Geräten und einem Marktanteil von 4,8 Prozent.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Cooks Börsen-Feuerwerk kommt zu einer überraschenden Zeit. Eigentlich hätte er die Ergebnisse alleine für sich sprechen lassen können. Die Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres geriet für Apple zu einer erneuten Machtdemonstration.

Herausragende Zahl am Mittwoch war der Absatz von 43,7 Millionen iPhones von Januar bis Ende März, Analysten hatten mit 38 Millionen gerechnet. Zu dem Rekordergebnis trugen nicht zuletzt Verkaufserfolge in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) bei, erläuterte Cook im Analystengespräch. In China erzielte Apple einen Rekordumsatz mit rund zehn Milliarden Dollar.

Das iPhone wird jetzt auch von Chinas größtem Mobilfunkbetreiber China Mobile vertrieben. „China Mobile und eine hohe Nachfrage nach unserem preisgünstigeren Modell 4S führten zu einem Rekordquartal für iPhone in China“, so Luca Maestri, der künftige Finanzchef. „Das sind überraschend gute Zahlen“, kommentierte Analyst Gene Munster von Piper Jaffray, „vor allem für das iPhone.“ Insgesamt lag der Konzernumsatz mit 45,6 Milliarden Dollar leicht über dem des Vorjahresquartals mit 43,6 Milliarden. Der Nettogewinn lag bei 10,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es 9,5 Milliarden Dollar.

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