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04.05.2011

18:53 Uhr

Umsatzrückgang

AOLs Geschäft bricht um fast ein Fünftel ein

Nach dem Kauf der "Huffington Post" sind die Gewinne von AOL im ersten Quartal abgestürzt. Auch der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Vor allem der Rückgang der Werbeumsätze macht dem Konzern zu schaffen.

AOL will ein Online-Imperium werden. Quelle: ap

AOL will ein Online-Imperium werden.

New York AOL tut sich auf dem Weg vom Internet-Provider zum Medienkonzern weiter schwer. Im ersten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 551,4 Millionen Dollar. Damit lag er immer noch höher als von Analysten erwartet. Diese waren von einem Rückgang auf 534 Millionen Dollar ausgegangen. Der Gewinn sackte nach dem teuren Kauf des einflussreichen Politik-Blogs „Huffington Post“ sogar um 86 Prozent auf 4,7 Millionen Dollar ab, wie AOL am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahreszeitraum lag er bei 34,7 Millionen Dollar.

Problematisch ist vor allem der Rückgang der Werbeumsätze um elf Prozent auf 313,7 Millionen Dollar. Immerhin gab es einen leichten Zuwachs bei der klassischen Banner-Werbung, während die Erlöse aus dem Geschäft mit der Internet-Suche um ein Fünftel absackten. Das Unternehmen begründete die Verluste außerdem mit dem Verkauf unrentabler Geschäftsbereiche und der Auflösung von Geschäftsfeldern in Europa.

AOL war einst ganz groß im Geschäft als Anbieter von Internet-Zugängen und Internet-Portal mit Diensten wie E-Mail. Inzwischen versucht Konzernchef Tim Armstrong konsequent, ein Online-Medien-Imperium zu schmieden, das sich vor allem durch Werbeerlöse finanziert. Dafür greift er auch zu kostspieligen Übernahmen: Allein für „Huffington Post“ bezahlte AOL 315 Millionen Dollar.

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