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14.01.2005

07:32 Uhr

Umsatzrückgang enttäuscht Börsianer

Sun Microsystems bleibt Ausblick schuldig

Der US-Computerkonzern Sun Microsystems ist in seinem zweiten Geschäftsquartal angesichts sinkender Kosten in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die neuen Produkte des Herstellers von Computer-Servern und -Speichern haben dabei den Umsatz nicht wie erwartet angekurbelt. Die Erlöse des Unternehmens gingen im Quartal den Angaben von Donnerstag nach US-Börsenschluss zufolge leicht zurück.

HB SAN FRANCISCO. Das Ergebnis verfehlte die Erwartungen an den Märkten und schickte den Aktienkurs des Konzerns nachbörslich auf Talfahrt. Er notierte um fünf Prozent unterhalb seines Schlusskurses. „Die Umsätze lagen deutlich unterhalb der durchschnittlichen Erwartung der Analysten““, sagte Brent Bracelin von Pacific Crest Securities. Sun Microsystems gab keinen Ausblick auf des laufende Quartal.

In den drei Monaten zum 26. Dezember sei ein Netto-Gewinn von 19 Mill. Dollar oder einem Cent je Aktie erzielt worden nach einem Fehlbetrag von 125 Mill. Dollar oder vier Cent je Anteilschein vor einem Jahr, teilte der im kalifornischen Santa Clara ansässige Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Ohne die Berücksichtigung von Sonderposten habe der Gewinn 28 Mill. Dollar oder ein Cent je Dividendenpapier betragen. Der Umsatz sei zum Vorjahr um 1,6 % auf 2,843 Mrd. Dollar gesunken. Analysten hatten auf dieser Basis im Schnitt Erlöse von 2,94 Mrd. Dollar und einen Gewinn je Aktie von einem Cent vorausgesagt.

Der Konzern senkte seine Betriebskosten in dem Quartal auf 1,19 Mrd. Dollar voon 1,29 Mrd. Dollar im Vorjahr. Seine Vertriebskosten reduzierte er auf 1,64 Mrd. Dollar von 1,68 Mrd. Doller. „Das ist ein Unternehmen, das auf seine Profitabilität konzentriert ist, auch wenn es bei den Umsätzen enttäuscht“, sagte der Analyst Bracelin weiter. „Das ist, so betrachtet, gar nicht so schlecht.“

In den beiden vorangegangenen Quartalen hatte Sun Microsystems ein leichtes Umsatzwachstum geschafft. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren stark in Forschung und Entwicklung investiert und seine Server auf den Opteron-Prozessor von Advanced Micro Devices sowie Intel-Chips umgestellt. Die nächste Version des Sun-Betriebssystems, Solaris 10, stehe erst am Anfang seiner Markteinführung, sagte der Analyst Richard Chu von SG Cowen &Co. „Ich denke, strategisch gesehen ist der Anfang einer gewissen Stabilisierung gemacht.“

Unter Hinweis auf die Bündelung von Hardware, Speicher, Software und Dienstleistung in einzelnen Angeboten sagte Konzernchef Scott McNealy, Sun Microsystems habe inzwischen die stärkste Produktlinie in seiner Unternehmensgeschichte anzubieten. „Wir haben das Gefühl, dass wir uns aus der Stabilisierungsphase herausbewegen und auf ziemlich Ernst zu nehmende Weise in die Offensive zurückkehren“, fügte er in einer Telefonkonferenz hinzu.

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