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18.07.2014

10:43 Uhr

Umsatzschwund gestoppt

Ericsson verdient wieder mehr

Zum Jahresauftakt lief es nicht rund bei Ericsson: Der Erlös des Netzwerkausrüsters fiel deutlich. Nun zeigt aber der Konzernumbau Wirkung: Der Nokia-Rivale stabilisiert den Umsatz und verdient deutlich mehr.

Konzernzentrale von Ericsson: Der Konzern konzentriert sich auf rentablere Geschäfte. Reuters

Konzernzentrale von Ericsson: Der Konzern konzentriert sich auf rentablere Geschäfte.

Stockholm Der weltgrößte Netzwerkausrüster Ericsson blickt nach einem guten zweiten Quartal optimistisch auf das laufende Jahr. Die Planungssicherheit nehme zu und einige wichtige Großaufträge dürften sich wie erwartet in der zweiten Jahreshälfte zunehmend auszahlen, teilte der Nokia-Rivale am Freitag in Stockholm mit. Zwischen April und Ende Juni konnten die Schweden den Umsatzrückgang aus dem ersten Quartal stoppen. Zudem zog der Gewinn deutlich an.

Der Umsatz ist im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 54,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 5,9 Mrd Euro) gesunken. Zum Jahresauftakt war der Erlös noch um neun Prozent gefallen. Der Gewinn stieg im zweiten Quartal um 76 Prozent auf 2,7 Milliarden Kronen.

Kleines Mobilfunk-Lexikon

GSM

GSM, kurz für „Global System for Mobile Communication“, war der erste digitale Mobilfunkstandard. In Deutschland wurde er in den 1990er Jahren eingeführt. Heute noch ist GSM in vielen Ländern in Betrieb, auch hierzulande. Dank der guten Versorgung scheint der Standard momentan unverzichtbar.

Edge

Edge, kurz für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“, ist eine Erweiterung des GSM-Standards, die eine Datenübertragung mit bis zu 384 Kilobit/Sekunde erlaubt. Nach heutigen Maßstäben ist das langsam. Dafür steht der Satz „Ich habe nur Edge“, den man etwa auf Bahnreisen oft hört.

UMTS

„Universal Mobile Telecommunications System“ ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation. UMTS ist in Deutschland und großen Teilen der Welt verbreitet und ermöglicht schnelle Datenübertragungen. Nutzer in einer Funkzelle müssen sich allerdings die Bandbreite teilen – trotz Erweiterungen beginnen die Netze, zu verstopfen.

HSPA

„High Speed Packet Access“ macht UMTS schneller: Statt Übertragungsraten von 384 Kilobit/Sekunde sind mit HSPA bis 14,4 Megabit/Sekunde möglich, der Upload wird auf bis zu 5,76 Mbit/s beschleunigt.

HSPA+

Und es geht noch schneller: HSPA+ ermöglicht Downloads mit bis zu 21 Megabit/Sekunde. Wenn Netzbetreiber und Endgerät zwei Verbindungen gleichzeitig aufbauen können, wird diese Rate noch einmal verdoppelt.

LTE oder 4G

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation heißt LTE, kurz für „Long Term Evolution“. Er beschleunigt die Datenübertragung auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, die Weiterentwicklung Cat4 macht bis 150 Mbit/s möglich. 4G wird oft synonym für LTE benutzt.

Der deutliche Anstieg beim Ergebnis unter dem Strich geht unter anderem auf ein stärkeres Gewicht bei rentableren Geschäften mit schnellen mobilen Internetzugängen zurück. Zudem sind so gut wie keine Kosten für den Konzernumbau angefallen. Diese hatten vor einem Jahr noch stark belastet.

Von

dpa

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