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22.01.2004

12:20 Uhr

Umsatzwachstum erwartet

Nokia-Gewinn wie erwartet gesteigert

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres konnte der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia seinen Gewinn steigern und die Erwartungen der Analysten erfüllen. Auch für 2004 wird weiteres Wachstum erwartet.

HB HELSINKI. Nokia teilte am Donnerstag in Helsinki mit, der Gewinn je Aktie sei ohne Berücksichtigung von Firmenwertabschreibungen und Einmaleffekten auf 0,29 € von 0,26 € vor einem Jahr gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt 0,28 € erwartet. Nokia selbst hatte Anfang Januar eine Spanne von 0,28 bis 0,29 € genannt und über eine hohe Nachfrage nach seinen Handys und Netzwerk-Produkten berichtet. Der Umsatz lag mit 8,8 Mrd. € etwas unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums, übertraf aber die Analystenprognosen. Für das erste Quartal stellte Nokia wieder einen Umsatzanstieg von drei bis sieben Prozent in Aussicht, nachdem die Erlöse mehrere Quartale hintereinander gesunken waren.

Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose, dass der Handy-Markt 2004 um etwas mehr als zehn Prozent wachsen wird. Nokia verfügte zuletzt über einen globalen Marktanteil bei Handys von 39 %. Die Handy-Produktion liefert rund vier Fünftel des Konzernumsatz und das Gros der Gewinne. Für die in der Vergangenheit mit Verlusten wirtschaftende Netzwerksparte prognostiziert Nokia inzwischen einen positiveren Jahresausblick. Der Markt werde gegenüber dem Vorjahr konstant bleiben oder leicht wachsen. Bisher hatte Nokia bei Netzwerken im Jahr 2004 eine Stagnation vorhergesagt.

Im traditionell starken Weihnachtsgeschäft konnte Nokia wie der weltweit viertgrößte Handyhersteller Siemens im Gegensatz zu den Konkurrenten Motorola und Sony Ericsson die unerwartet hohe Nachfrage nach neuen Handys befriedigen. Die beiden Konkurrenten hatten über Auslieferungsprobleme durch Komponentenknappheit berichtet, was das Absatzwachstum bremste. Auch der Münchner Siemens-Konzern sieht nach mehreren Jahren rückläufiger Entwicklung für 2004 wieder einen anziehenden Markt für Netzwerke.

An der Börse wurden die Nokia-Aktien zunächst mit einem moderaten Abschlag gehandelt, drehten jedoch im weiteren Handelsverlauf auf 16,38 € knapp ins Plus.

Hinter Nokia rangieren beim Handy-Verkauf der US-Hersteller Motorola, der koreanische Anbieter Samsung und die deutsche Siemens mit weitem Abstand zum finnischen Hersteller. Das erst seit kurzem profitabel arbeitende schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson belegt weltweit den fünften Platz beim Handyabsatz.

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