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07.08.2013

18:07 Uhr

Umstrittene App

DFL unterstützt Sky im Lizenzstreit mit Springer

Quelle:Meedia.de

Die DFL stellt sich hinter eine neue App des Pay-TV-Senders Sky. Der Livestream von Bundesligaspielen verstoße nicht gegen die erworbene Lizenz. Für Springer ist die digitale Übertragung dagegen ein „Rechtsbruch“.

Das Bildmaterial von Sky soll unmittelbar nach Abpfiff in einer neuen App gezeigt werden. Reuters

Das Bildmaterial von Sky soll unmittelbar nach Abpfiff in einer neuen App gezeigt werden.

FrankfurtVerletzte die DFL mit der Zulassung von Livestreams über die Sky-App den Rechte-Deal mit Axel Springer? Nein, teilte die Liga am Mittwoch mit. „Aus Sicht der DFL sind die Pakete aller Rechteinhaber klar definiert. Es sind nach unserer Auffassung weder Rechte doppelt vergeben worden, noch wird die DFL jemandem Rechte einräumen, die das Angebot eines anderen Lizenznehmers in seiner Wertigkeit berühren“, heißt es in einer Mitteilung. Das habe die DFL sowohl Springer als auch Sky am Mittwoch mitgeteilt.

Springer-CEO Mathias Döpfner kündigte während der Präsentation der Halbjahresbilanz an, er sei überzeugt, „dass die DFL das Problem mit Sky bis Freitag gelöst“ habe. Das klang noch diplomatisch. Doch dann legte er nach: „Alles andere wäre ein Rechtsbruch und das würden wir nicht hinnehmen.“ Springer sieht in der neuen Sky-App eine Bedrohung seines Bundesliga-Angebotes bei Bild.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Die DFL reagierte am Nachmittag. Es werde keine non-lineare oder on demand abrufbare Berichterstattung in dem zur Rede stehenden Sky Sport News-App-Angebot geben, heißt es in einer Mitteilung. „Im Übrigen wird es dort mit Zustimmung der DFL keine lineare kurze Berichterstattung zur Bundesliga geben, die die vertraglich eingeräumte Exklusivität von Rechtepaketen verletzt.“

Für geschätzte 20 Millionen Euro hat die Springer AG die Online-On-Demand-Rechte an der Fußballbundesliga gekauft. Heißt: Eine Stunde nach Abpfiff darf die Bild eine Zusammenfassung der Partie als Paid-Content-Service verkaufen. Die Zusammenfassungen werden über ein Web-Portal, eine Mobil- und Smart-TV-App vertrieben.

Dieses Geschäftsmodell sehen die Berliner offenbar durch die neue Sky Sports News HD-App bedroht. Wichtigste Funktion der Applikation der TV-Station ist ein Live-Stream des Sportnachrichten-Kanals. Dieser zeigt bereits kurz nach Spielschluss in kurzen Berichten jeweils die besten Szenen der gerade abgepfiffenen Spiele.

Von

dis

Kommentare (1)

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doniel

07.08.2013, 19:27 Uhr

Die DFL stellt sich nicht hinter Sky. Springer hat auch nichts gegen eine Live-Übertragung der Spiele via App, wie hier suggeriert wird. Es geht um die Zusammenfassung der Spiele (Highlights) im Web- oder Mobile-TV, für die eben nicht Sky, sondern Springer den Zuschlag erhalten hat.

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