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10.01.2013

08:46 Uhr

Umstrittener Besuch

Google-Chef ermahnt Nordkorea

Nach seinem Besuch in Nordkorea hat der Google-Chef Eric Schmidt das Land zu einem zensurfreien Internet aufgerufen. Der Ex-Botschafter der USA begleitete ihn privat und legte sich mit dem Atomprogramm Pjöngjangs an.

Google-Chef Eric Schmidt (Mitte) nach ihrer Ankunft in Peking. Der Manager hat Nordkorea privat besucht. dapd

Google-Chef Eric Schmidt (Mitte) nach ihrer Ankunft in Peking. Der Manager hat Nordkorea privat besucht.

PekingBei seinem umstrittenen Besuch im abgeschotteten Nordkorea hat Google-Chef Eric Schmidt die Führung des Landes zur vollständigen Freiheit im Internet aufgerufen. Sollte das Netz zensiert bleiben, werde der kommunistische Staat weiter „zurückbleiben“, sagte der Vorstandsvorsitzende des US-Technologieriesen am Donnerstag in Chinas Hauptstadt Peking. Dort war er zuvor gemeinsam mit dem früheren US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Bill Richardson, nach einem Besuch in Nordkorea eingetroffen.

Richardson forderte von Pjöngjang seinerseits ein Moratorium für Raketentests und das nordkoreanische Atomprogramm. Richardson und Schmidt teilten mit, dass sie Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un während ihres Besuchs nicht getroffen hätten. Auch ein Treffen mit dem inhaftierten US-Bürger Kenneth Bae habe es nicht gegeben. Bae war im November festgenommen worden. Er war als Tourist nach Nordkorea gekommen und wurde nach offiziellen Angaben mit dem Vorwurf konfrontiert, ein Verbrechen gegen den Staat begangen zu haben.

Wofür steht Big Data?

Der Hype um die Daten

Unter Big Data versteht man Technologie zur Verknüpfung und Auswertung riesiger Datenmengen. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen – etwa welche Produkte einem Kunden gefallen oder wo unentschlossene Wähler wohnen.

Riese Datenmengen

Das Datenaufkommen verdoppelt sich ungefähr alle zwei Jahre. Viele der Informationen erzeugen nicht Menschen, sondern Maschinen – beispielsweise Smartphones, intelligente Stromzähler oder Autos. Gerade Bewegungsdaten sind fürs Marketing relevant.

Vielfältige Quellen

Big Data bedeutet auch: Es werden Daten aus verschiedensten Quellen miteinander verknüpft und zu einem Profil verschmolzen. Marketing-Experten setzen beispielsweise auf klassische Kundendatenbanken, Bewegungsdaten von Smartphones sowie Informationen aus Sozialen Netzwerken. Auch die Wettervorhersage kann nützlich sein, um bestimmte Produkte zu verkaufen.

Ergebnisse in Echtzeit

Besonderen Reiz gewinnt Big-Data-Technologie durch ihre Geschwindigkeit: In vielen Fällen spucken die Superrechner die Ergebnisse in Echtzeit aus, oder sie beschleunigen zumindest die Berechnungen im Vergleich zu herkömmlichen Technologien deutlich.

Korrelation statt Kausalität

Big Data führt zu einer Veränderung im Denken: Wer große Datenmengen auswertet, kann statistische Zusammenhänge entdecken, ohne die Gründe dafür zu verstehen – Korrelation statt Kausalität. Das könnte langfristig verändern, wie wir Menschen Probleme lösen.

Der offizielle Grund für die Mission Schmidts und Richardsons war unklar. Sie reisten als Privatbürger und repräsentierten weder die US-Regierung noch Google. Das US-Außenamt hatte die Reise als "nicht konstruktiv" kritisiert. Richardson ist mit der Lage in Nordkorea vertraut, weil er in den vergangenen 20 Jahren mit den dortigen Behörden über die Freilassung mehrerer festgenommener US-Bürger verhandelte. Kürzlich hatte Richardson mitgeteilt, der Sohn Baes habe mit der Bitte um Hilfe Kontakt zu ihm aufgenommen.

Von

afp

Kommentare (1)

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Joerg

10.01.2013, 12:41 Uhr

Und so könnte ungefähr eine Google-Suche in Nordkorea aussehen: http://www.musclecat.com/529/google-nordkorea/

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