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07.08.2013

17:06 Uhr

Unterhaltungsindustrie

Milliardengeschäft: US-Medienkonzerne sahnen ab

Die Menschen wollen unterhalten werden – und sind dafür auch bereit, zu zahlen. Fernsehen oder Kreuzfahrten waren im vergangenen Quartal ein gutes Geschäft für die US-Medienkonzerne. Im Kino lief es dagegen nicht rund.

Das Fernsehgeschäft hat Rupert Murdochs neuer Firma 21st Century Fox Millionen beschert. Hintergrund waren vor allem bessere Werbeerlöse. Reuters

Das Fernsehgeschäft hat Rupert Murdochs neuer Firma 21st Century Fox Millionen beschert. Hintergrund waren vor allem bessere Werbeerlöse.

BurbankEin gut laufendes Fernsehgeschäft hat den US-Medienkonzernen Walt Disney, Time Warner und Rupert Murdochs neuer Firma 21st Century Fox satte Einnahmen beschert. Hintergrund waren vor allem bessere Werbeerlöse. Murdochs Medienreich profitierte überdies von höheren Abonnentenzahlen beim Bezahlsender Sky Deutschland.

21st Century Fox steigerte den Umsatz insgesamt um 16 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar (5,4 Mrd Euro), wie das Unternehmen am späten Dienstag (Ortszeit) am Sitz in New York mitteilte. Der Gewinn im fortgeführten Geschäft verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 63 Prozent auf 977 Millionen Dollar. Das Geld brachten vor allem die Fox-Fernsehsender und das Hollywood-Studio 20th Century Fox.

Allerdings stand unterm Strich ein Verlust von 371 Millionen Dollar. Das Minus kam durch den Verlagszweig zustande, den Murdoch zum Ende des Quartals abgespalten hatte. Die Sparte führt den Traditionsnamen News Corp. fort und umfasst unter anderem das „Wall Street Journal“ und die britische „Sun“. Bis zuletzt lief das Verlagsgeschäft immer schlechter, weil viele Leser und Anzeigenkunden ins Internet abwanderten.

Der Rivale Walt Disney musste sich dagegen mit einem teuren Flop herumschlagen: Für den Westernfilm „The Lone Ranger“ mit Johnny Depp steckte der Konzern massig Geld in die Werbung, doch der Kinostart Anfang Juli verlief enttäuschend. Im aktuellen Geschäftsquartal drohen nun Verluste von 160 Millionen bis 190 Millionen Dollar, wie Finanzchef Jay Rasulo in einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte. Schon mit dem Fantasy-Spektakel „John Carter“ hatte Disney einen teuren Fehlschlag gelandet.

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