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13.07.2011

13:00 Uhr

Urheberrechtsverstoß

SAP wehrt sich gegen Milliardenzahlung

Der Softwarekonzern will das Urteil einer Geschworenenjury in den USA zu Fall bringen. Diese hatte vor acht Monaten eine Schadenersatzzahlung an den Wettbewerber Oracle festgesetzt.

SAP-Aktionäre bei einer Versammlung in Mannheim. Quelle: Reuters

SAP-Aktionäre bei einer Versammlung in Mannheim.

StuttgartDer Software-Konzern SAP wehrt sich gegen eine milliardenschwere Schadenersatzzahlung an den US-Wettbewerber Oracle und will diese bei einer Gerichtsanhörung am Mittwoch in den USA zu Fall bringen.

Acht Monate nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteilsspruch einer Geschworenenjury nimmt sich erstmals die Berufsrichterin Phyllis Hamilton wieder den jahrelange Urheberrechtsverstößen an, die SAP in Misskredit brachten. SAP hält den Oracle von den Geschworenen zugesprochenen Schadenersatz von 1,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 930 Millionen Euro) für den Datendiebstahl für zu hoch und verlangt vom Gericht eine neue Kalkulation.

Nach Berechnungen des Walldorfer Konzerns sind für das unrechtmäßige Herunterladen von Software-Codes von Oracle-Rechnern nur 28 Millionen Dollar fällig, maximal 409 Millionen Dollar. Oracle hatte in dem mehrwöchigen Verfahren vor dem Geschworenengericht im kalifonischen Oakland Schadenersatz von gut vier Milliarden Dollar für nicht geleistete Lizenzzahlungen von SAP gefordert und sich mit dem Verdikt der Jury zufrieden gezeigt.

Berufsrichterin Hamilton kann den Urteilsspruch der Geschworenen übernehmen oder verwerfen, auch die Anordnung eines gänzlich neuen Gerichtsverfahrens ist möglich. Sie hatte SAP allerdings bereits zur Vorlage einer Bankbürgschaft für die von der Jury empfohlene Schadenersatzsumme von 1,3 Milliarden Euro verdonnert.

Von

rtr

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