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28.08.2014

16:05 Uhr

Urteil des BGH

Kein Weiterverkauf von gebrauchten E-Books

Quelle:dpa

Alte Bücher verkauft man auf dem Flohmarkt – und E-Books? Der Bundesgerichtshof hat den Handel jetzt eingeschränkt: Anbieter können die Weitergabe der Dateien verbieten, gleiches gilt für Hörbücher. Ein Fall mit Folgen.

Verlage dürfen den Weiterverkauf von E-Books verbieten. dpa

Verlage dürfen den Weiterverkauf von E-Books verbieten.

Karlsruhe/HammAnbieter von E-Book- und Hörbuch-Downloads dürfen den Weiterverkauf der Dateien untersagen. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm aus dem Mai dieses Jahres ist jetzt rechtskräftig geworden. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigte, hat der Verbraucherzentrale Bundesverband seinen Einspruch gegen die Entscheidung des OLG zurückgenommen, eine Revision nicht zuzulassen.

Die Verbraucherzentrale hatte gegen einen Online-Händler geklagt, der das Verbot des Weiterverkaufs in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen verankert hat. (BGH AZ: I-ZR 120/14, OLG Hamm AZ: 22 U 60/13)

Das nun rechtskräftige Urteil sei ein wichtiges, positives Signal, hieß es in einer Mitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Die Entstehung eines Gebrauchtmarktes für E-Books und Hörbücher könne weder im Sinne der Autoren, Verlage und Händler noch der Kunden sein. Der Primärmarkt für digitale Inhalte würde in einem solchen Fall völlig zusammenbrechen.

„Für Verlage wäre es unmöglich, digitale Buchinhalte gut und kostengünstig für den Leser anzubieten, die Autoren angemessen zu vergüten und gemeinsam mit dem Handel weiter an nachhaltigen und kundenfreundlichen Download-Modellen für Bücher zu arbeiten“, wurde der Justiziar des Börsenvereins, Prof. Christian Sprang, zitiert.

Kommentare (1)

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Herr Illu Minator

29.08.2014, 17:10 Uhr

Die Leute kapieren nicht, was sie mit solchen Lizenzen kaufen und was nicht (jedenfalls kein Eigentum am ebook, dh. keine Verfügungsgewalt, meist Festlegung auf einen Anbieter, siehe zur Illustration dieses Aspekts auch die Methode Microschuft im Softwarebereich).

Die Lizenzwirtschaft US-style ist im Grunde auf dieser Basis - dh. ohne Aufklärung der Verbraucher (und vor allem zu Preisen in der Nähe der (physischen) Papierbücher, an denen man Eigentum) - glatter Betrug. Allerdings habe ich da überhaupt kein Mitleid mit den Opfern: Amazon und Co kennen eben die Volksweisheit auch: mit den Dummen treibt man die Welt um.

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