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09.07.2013

14:24 Uhr

US-Buchhändler

Barnes & Noble-Chef Lynch gibt auf

William Lynch zieht die Reißleine. Der Chef des US-Buchhändlers tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurück. Lynch wird für die hohen Verluste der eigenen Tablet-Entwicklung verantwortlich gemacht.

Rücktritt: Der Chef der US-Buchhändler Barnes & Noble, William Lynch, gibt seinen Posten auf. ap

Rücktritt: Der Chef der US-Buchhändler Barnes & Noble, William Lynch, gibt seinen Posten auf.

New YorkZwei Wochen nachdem der US-Buchhändler Barnes & Noble seine katastrophalen Zahlen vorgelegt hat zieht William Lynch Konsequenzen. Der Vorstandschef tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Vor allem die Produktion eines eigenen Tablets hat dem Medienkonzern hohe Verlust beschert – Lynch war ein großer Verfechter des Projekts. Ende Juni gab Barnes & Noble bekannt, die Nook-Tablets nicht mehr selbst zu bauen.

Im abgelaufenen Fiskaljahr (per 27. April) hatte Barnes & Noble nach eigenen Angaben 475 Millionen Dollar mit dem Nook verloren. Es gab mehrere Preissenkungen, und der Konzern akzeptierte Rückgaben von Händlern, die auf den Geräten sitzen blieben.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Für das vierte Quartal wies der Buchhändler einen unerwartet deutlichen Umsatzrückgang von 7,4 Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar aus. Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 120 Millionen Dollar. Nach Bekanntgabe der Zahlen brachen die Aktien von Barnes & Noble um fast 20 Prozent ein. Auch am Dienstag verlort das Papier im Frankfurter Handel zwischenzeitlich fast fünf Prozent.

Durch den Abgang des Firmenlenkers steht nun erneut die Frage im Raum, wie es mit Barnes & Noble weitergeht. Gründer und Verwaltungsratschef Leonard Riggio wollte zwischenzeitlich das althergebrachte Filialgeschäft zurückkaufen.

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