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28.10.2014

22:30 Uhr

US-Computerkonzern

IBM stockt Aktienrückkäufe um 5 Milliarden auf

Der Umbau vom IT-Urgestein zum modernen Tech-Konzern bleibt schwierig: IBM will nun die Aktienrückkäufe um 5 Milliarden Dollar aufstocken. Mit den Rückkäufen sollen Anleger bei der Stange gehalten werden.

IBM-Chefin Ginni Rometty: Der US-Computerkonzern stützt seinen Aktienkurs mit fünf Milliarden Dollar. Reuters

IBM-Chefin Ginni Rometty: Der US-Computerkonzern stützt seinen Aktienkurs mit fünf Milliarden Dollar.

ArmonkDer US-Computerkonzern IBM stützt seinen Aktienkurs mit einer weiteren milliardenschweren Finanzspritze. Am Dienstag teilte das Unternehmen mit, zusätzliche fünf Milliarden Dollar für den Rückkauf eigener Anteilsscheine freizugeben. Damit wird das Rückkaufprogramm auf insgesamt 6,4 Milliarden Dollar ausgeweitet. Zudem beschloss das Management eine Quartalsdividende von 1,10 Dollar pro Aktie, die am 10. Dezember ausgezahlt werden soll.

IBM tut sich schwer, vom IT-Urgestein zum modernen Tech-Konzern zu werden. Chefin Ginni Rometty will das Unternehmen umbauen, sie setzt auf die Geschäftsfelder Cloud-Computing, Big Data, Sicherheit und mobile Dienste. Bislang geht es aber nur schleppend voran. Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal enttäuschten, der Aktienkurs fiel auf den tiefsten Stand seit drei Jahren.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

Mit Aktienrückkäufen und Dividenden sollen Anleger bei der Stange gehalten werden. Bereits im Vorjahr hatte IBM 15 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe in die Hand genommen - soviel wie seit fünf Jahren nicht. „Wir machen die notwendigen Investitionen und Veränderungen“, versprach IBM-Chefin Rometty nun. Das Management bleibe den Anlegern voll und ganz verpflichtet. Die IBM-Aktie bewegte sich im New Yorker Handel leicht im Plus.

Von

dpa

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