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25.05.2012

10:32 Uhr

US-Filmindustrie

Die teure Qualität aus Hollywood

VonHans-Peter Siebenhaar

Sender müssen in Hollywood tiefer in die Tasche greifen Studios erhöhen die Preise für Serien und Filme. Die Traumfabrik setzt in Krisenzeiten vor allem auf humorvolle Programme.

Teure Einkäufe: Auch George Clooney in „Up in the Air“ lief im deutschen TV. obs

Teure Einkäufe: Auch George Clooney in „Up in the Air“ lief im deutschen TV.

Los AngelesDie Preise für Filme und Serien aus Hollywood steigen. Die amerikanischen Studios wie Warner Bros., 20th Century Fox und Sony Pictures verlangen deutlich mehr Geld für ihre kreative Arbeit. „Die hohen Produktionsbudgets der amerikanischen Serien und die daraus resultierende hohe Qualität der Programme sowie die rege Nachfrage rechtfertigen steigende Lizenzgebühren“, sagte Sylvia Rothblum, Deutschland-Verkaufschefin von Warner Bros. („Harry Potter“), dem Handelsblatt. Das Filmstudio des Medienkonzerns Time Warner ist das größte in Hollywood. Die Warner-Serien, wie zum Beispiel „Two and a Half Men“ (Pro Sieben), „Mentalist“ (Sat 1) und „The Closer (Vox) laufen auf fast allen wichtigen Sendern. „Die Preise ziehen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in Skandinavien wieder an“, bestätigt auch Stuart Baxter, der für den Verkauf der Filme und Serien von Sony Pictures („Spiderman“) nach Europa verantwortlich ist.

Die Studios geben mehrere Gründe für ihre höheren Gebühren an. „Wir haben eine steigende Anzahl von Kanälen und deshalb auch steigende Erlöse“, sagt Baxter. „Die neuen Sender strahlen amerikanisches Produkt aus. Von der wachsenden Nachfrage nach Serien profitieren wie als größtes Hollywood-Studio“, sagte Warner-Rechtehändlerin Rothblum.

Zuletzt hatte RTL den Nischensender RTL Nitro gegründet. Zuvor hob Pro Sieben Sat 1 bereits den Frauensender Sixx aus der Taufe. Für die beiden großen Sendergruppen sind kleine Kanäle interessant, dort können sie große Teile des Programms mit den bereits gekauften US-Serien und -Filmen bestücken. Die Studios sind für das laufende Jahr zuversichtlich. Sony rechnet nach eigenen Angaben europaweit mit einem Umsatzplus im Rechteverkauf von fünf bis zehn Prozent.

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