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18.10.2012

16:35 Uhr

US-Magazin

„Newsweek“ ab 2013 nur noch digital

Die weltweit bekannte US-Zeitschrift Newsweek will bald keine gedruckten Ausgaben mehr anbieten. Sie wandert ins Netz ab und will ein „hochmobiles, meinungsbildendes Publikum“ ansprechen.

Gedruckte Ausgaben von Newsweek wird es bald nur noch im Archiv geben. AFP

Gedruckte Ausgaben von Newsweek wird es bald nur noch im Archiv geben.

New YorkEine der ältesten und bekanntesten Zeitschriften der Welt wird es künftig nicht mehr auf Papier geben: Das US-Journal „Newsweek“ stellt zum Jahresende sein Erscheinen am Zeitungskiosk ein. Dann werde es das vor 80 Jahren gegründete Magazin nur noch digital geben, teilte der Verlag am Donnerstag in New York mit. Die letzte gedruckte Ausgabe erscheine am 31. Dezember 2012.

„"Newsweek Global", wie die digitale Ausgabe dann heißt, wird eine weltweite Edition sein, ausgerichtet auf ein hochmobiles, meinungsbildendes Publikum, das in einem anspruchsvollen Umfeld etwas über die Welt erfahren will“, erklärten die Chefs von „Newsweek“ und dem Online-Ableger „Daily Beast“, Tina Brown und Baba Shetty.

„Newsweek“ war 1933 von einem Journalisten des Konkurrenzblattes „Time“ gegründet worden, ab 1961 befand es sich im Besitz des Mutterhauses der renommierten Tageszeitung „Washington Post“. In den vergangenen Jahren schrieb das Magazin konstant rote Zahlen. Daran änderte auch die Übernahme durch den kalifornischen Milliardär Sidney Harman im August 2010 nichts, der die Zeitschrift mit der Nachrichten-Webseite „The Daily Beast“ verschmolz. Nach Harmans Tod 2011 stellte seine Familie die finanzielle Unterstützung ein.

Brown bereitete die Mitarbeiter von „Newsweek“ auf harte Zeiten vor. „Wir erwarten leider einen Stellenabbau und eine Straffung unserer redaktionellen und geschäftlichen Tätigkeiten in den USA und international“, schrieb sie. Wie andere Zeitungen und Magazine in den USA litt „Newsweek“ unter einer schwindenden Leserschaft und der Verlagerung des Anzeigengeschäfts ins Internet. Die Auflage des Magazin fiel im vergangenen Jahrzehnt von mehr als vier Millionen auf rund 1,5 Millionen.

Von

dpa

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