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27.01.2005

10:05 Uhr

US-Mobilfunk entwickelt sich positiv

Telekom verliert Kunden im ISDN-Geschäft

Erstmals war die Zahl der verkauften ISDN-Anschlüsse bei der Telekom rückläufig. Viele Kunden legten sich dafür DSL zu. Während der Bonner Konzern in den USA zahlreiche Mobilfunk-Kunden gewann, blieb der Kundenzuwachs in Deutschland von Tochter T-Mobile hinter der Konkurrenz zurück.

HB FRANKFURT. Die Deutsche Telekom hat im Schlussquartal 2004 im wettbewerbsintensiven US-Markt mehr als eine Million neue Kunden gewonnen. Wegen der geänderten Ausgabenpolitik der Mobilfunktochter T-Mobile erhöhte sich in Deutschland die Kundenbasis jedoch nur um 113 000.

Der größte europäische Telekom-Konzern teilte am Donnerstag in Bonn mit, die US-Mobilfunktochter habe im abgelaufenen Jahr 4,2 Millionen Kunden hinzugewonnen und die Zahl der Teilnehmer damit auf 17,3 Millionen gesteigert. Im vierten Quartal steigerte die US-Tochter die Zahl der Neukunden um 1,019 Millionen, während in den T-Mobile-Mehrheitsgesellschaften insgesamt rund 1,9 Millionen Kunden gewonnen wurden.

T-Mobile Deutschland gewann im vierten Quartal netto 113 000 Kunden hinzu. „Während die Zahl der Prepaid-Kunden um 46 000 zurück ging, wuchs die Zahl der Laufzeitvertragskunden um 159 000“, teilte die Telekom mit. Die deutsche Mobilfunktochter steigerte ihre Kundenbasis im Jahresverlauf damit um 1,1 Millionen auf 27,5 Millionen. Im Konzern stieg die Zahl der Mobilfunkkunden um 9,1 Millionen auf 77,4Millionen.

Zahl der DSL-Anschlüsse legt kräftig zu - ISDN rückläufig

Deutlich zulegen konnte die Festnetzsparte T-Com bei schnellen Internet-Anschlüssen (DSL). Die Zahl der Breitband-Anschlüsse stieg um 48,8 Prozent auf 6,1 Millionen. Davon entfielen 5,8 (Vorjahr (4,0) Millionen auf Deutschland und rund 0,27 (0,11) Millionen auf Osteuropa. Die Zahl der Telefonanschlüsse einschließlich ISDN sank hingegen um 1,3 Prozent auf 57,2 Millionen. Zwar nahmen die ISDN-Kanäle im Jahresverlauf um 0,8 Prozent auf 21,7 Millionen zu, im zweiten Halbjahr 2004 waren sie aber erstmals rückläufig. Die Telekom begründete dies mit dem Wegfall des Preispaketvorteils von DSL in Verbindung mit ISDN sowie der zunehmenden Sättigung des Marktes.

Die Internet-Tochter T-Online steigerte die Zahl der Kunden zum Jahresende europaweit um rund 370 000 und erreichte damit zum Jahresende rund 13,5 Millionen Nutzer, davon entfielen rund 11,4 Millionen Kunden auf Deutschland.

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