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30.07.2014

18:59 Uhr

US-Mobilfunker

Sprint verdient endlich Geld

Im ersten Quartal überrascht Sprint endlich mit hohen Umsatzzahlen. Vor allem Kostensenkungen haben zu dem Erfolg des US-Mobilfunkanbieters verholfen. Im vergangenen Jahr hatte es noch einen hohen Verlust gegeben.

Der US-Mobilfunker ist aus den roten Zahlen herausgekommen und macht wieder guten Umsatz. Reuters

Der US-Mobilfunker ist aus den roten Zahlen herausgekommen und macht wieder guten Umsatz.

Overland ParkNach einer langen Durststrecke ist der US-Mobilfunkanbieter Sprint aus den roten Zahlen herausgekommen. Das dürfte auch die Deutsche Telekom in Bonn interessieren – denn Sprint und dem japanischen Mutterkonzern Softbank werden Übernahmepläne für die Telekom-Tochter T-Mobile US nachgesagt.

Im ersten Geschäftsquartal von April bis Juni verdiente Sprint 23 Millionen Dollar (17 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch am Sitz in Overland Park im Bundesstaat Kansas mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen hohen Verlust gegeben. Sprint hatte zwischenzeitlich die Kosten deutlich gesenkt; zudem verlangsamte sich die Abwanderung von Kunden. Der Umsatz blieb nahezu unverändert bei 8,8 Milliarden Dollar. Die Sprint-Aktie stieg vorbörslich um mehr als 3 Prozent.

Kleines Mobilfunk-Lexikon

GSM

GSM, kurz für „Global System for Mobile Communication“, war der erste digitale Mobilfunkstandard. In Deutschland wurde er in den 1990er Jahren eingeführt. Heute noch ist GSM in vielen Ländern in Betrieb, auch hierzulande. Dank der guten Versorgung scheint der Standard momentan unverzichtbar.

Edge

Edge, kurz für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“, ist eine Erweiterung des GSM-Standards, die eine Datenübertragung mit bis zu 384 Kilobit/Sekunde erlaubt. Nach heutigen Maßstäben ist das langsam. Dafür steht der Satz „Ich habe nur Edge“, den man etwa auf Bahnreisen oft hört.

UMTS

„Universal Mobile Telecommunications System“ ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation. UMTS ist in Deutschland und großen Teilen der Welt verbreitet und ermöglicht schnelle Datenübertragungen. Nutzer in einer Funkzelle müssen sich allerdings die Bandbreite teilen – trotz Erweiterungen beginnen die Netze, zu verstopfen.

HSPA

„High Speed Packet Access“ macht UMTS schneller: Statt Übertragungsraten von 384 Kilobit/Sekunde sind mit HSPA bis 14,4 Megabit/Sekunde möglich, der Upload wird auf bis zu 5,76 Mbit/s beschleunigt.

HSPA+

Und es geht noch schneller: HSPA+ ermöglicht Downloads mit bis zu 21 Megabit/Sekunde. Wenn Netzbetreiber und Endgerät zwei Verbindungen gleichzeitig aufbauen können, wird diese Rate noch einmal verdoppelt.

LTE oder 4G

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation heißt LTE, kurz für „Long Term Evolution“. Er beschleunigt die Datenübertragung auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, die Weiterentwicklung Cat4 macht bis 150 Mbit/s möglich. 4G wird oft synonym für LTE benutzt.

Auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt tobt eine Preisschlacht, ausgelöst von T-Mobile US. Die Telekom-Tochter rückte von den sonst üblichen Subventionen für Handys ab und senkte im Gegenzug die Gebühren. Das setzte andere Anbieter unter Zugzwang. Sprint ist die Nummer drei der Branche nach Verizon und AT&T. T-Mobile US steht auf Rang vier der landesweiten Anbieter.

Von

dpa

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