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27.05.2015

17:00 Uhr

US-Unterhaltungsportal

„Buzzfeed“ will Drohnen erforschen

Das US-Unterhaltungsportal „Buzzfeed“ will nach eigenen Angaben „neue Ideen und neue Technologien für den Journalismus und die Medien“ erforschen. In einem ersten Projekt soll es um „Open Source Drohnen“ gehen.

Das US-Unterhaltungsportal will Drohnen erforschen. Reuters

Redaktionsräume von Buzzfeed in New York

Das US-Unterhaltungsportal will Drohnen erforschen.

New YorkDie US-Website „Buzzfeed“ will neue Werkzeuge und Technologien für kreative Ideen rund um den Journalismus entwickeln und anderen Medien zur Verfügung stellen. Bei einem der ersten Projekte soll es um Drohnen gehen, erklärten die Betreiber am Mittwoch. Ein Innovations-Team solle ab Sommer „neue Formate, neue Ideen und neue Technologien für den Journalismus und die Medien insgesamt“ entwickeln.

Viele Experimente in den Medien seien „sterbenslangweilig für alle, die nicht von Werbung abhängig sind“, hieß es von Buzzfeed. Das Innovationslabor soll über das Tagesgeschäft hinaus neue Ideen entwickeln. Eine davon wäre etwa, dass sich größere Menschenansammlungen von Drohnen besser fotografieren oder filmen lassen.

Die Rezepte von Buzzfeed und Co

Neue Portale im Netz

Ob Buzzfeed, Upworthy oder heftig.co: Mehrere neue Portale zielen darauf, ihre Texte vor allem über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter zu verbreiten. Mit klassischem Journalismus haben die Angebote wenig zu tun – sie locker aber viele Leser an. Mit diesen Tricks arbeiten die Macher.

Emotionen
Kuriositäten

Auch Kuriositäten ziehen, etwa „24 Tiere, die Yoga machen“ oder „Er wog 560 Kilogramm: Der schwerste Mann der Welt ist tot“.

Themen aus dem Alltag

Was nicht emotional oder skurril ist, berührt häufig den Alltag der Leser. Kostprobe: „Diese Bilder zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich 200 Kalorien aussehen können“, nach einem Klick ist eine Galerie mit Lebensmitteln von Äpfeln bis Gummibärchen zu sehen.

Schlagzeilen als Köder

Alle Portale setzen extrem auf klickoptimierte Überschriften. Dahinter verbergen sich indes meist dürre Artikel, in die eine Bildergalerie oder ein Youtube-Video eingebunden ist. Oft sind die Themen nicht aktuell, sondern geistern schon länger durchs Netz.

Reichweite mit Facebook und Co

Die Portale locken viele Leser über soziale Netzwerke auf ihre Artikel – je häufiger ein Link geteilt wird, desto besser. Dementsprechend sind die Überschriften darauf getrimmt, dass die Nutzer sie gerne weiterverbreiten.

Die Anleitungen dazu sollen öffentlich zugänglich sein. „Wenn wir Drohnen bauen (...) und die Geräte sind 'Open Source', dann sind die Auswirkungen dieser Arbeit größer, als wenn sie nur den „Buzzfeed“-Journalisten zur Verfügung stehen“, schrieben „Buzzfeed“-Chef Jonah Peretti und der Büroleiter in San Francisco, Mat Honan.

Open Source bezeichnet eine Art von Software, deren Code öffentlich zugänglich gemacht ist und teils mit Einschränkungen frei von jedem genutzt werden kann.

Von

dpa

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