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17.03.2004

09:54 Uhr

Veränderte Konzernausrichtung

Vivendi Universal fährt Nettoverlust zurück

Der Fehlbetrag des Medienkonzerns ist weniger gesunken, als Analysten zuvor erwarten hatten. Doch ist Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou weiterhin davon fest davon überzeugt, dass Vivendi Universal 2005 ein „dynamischer Medien- und Telekommunikationskonzern“ sei werde.

HB PARIS. Der Medienkonzern Vivendi Universal hat seinen Nettoverlust im vergangenen Jahr deutlich verringert. Insbesondere ein Rückgang der Sonderbelastungen und ein höherer Betriebsgewinn in den Sparten Telekommunikation und Bezahlfernsehen hätten zu diesem Ergebnis beigetragen, teilte der französische Konzern am Mittwoch mit. Obwohl das Ergebnis hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben ist, prognostizierte Vivendi für 2004 eine weitere Verbesserung des Ergebnisses.

Der Nettoverlust sei 2003 auf 1,143 Mrd. Euro von 23,3 Mrd. Euro im Vorjahr gesunken. Befragte Analysten hatten jedoch im Schnitt einen stärkeren Rückgang auf 917 Mill. Euro erwartet. Der Betriebsgewinn von 3,309 Mrd. Euro übertraf indes die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 3,084 Mrd. Euro.

Größe und Ausrichtung des Konzerns haben sich seit 2002 verändert, was den Vorjahresvergleich erschwert. Vivendi verkauft zurzeit seine US-Unterhaltungssparte und hat sich auch von anderen Vermögenswerten getrennt, um seine Schulden zu senken. Zum Jahresende 2003 hätten die Nettoschulden 11,6 Mrd. Euro betragen, teilte der Konzern mit. Für 2004 werde ein weiterer Rückgang auf unter fünf Mrd. Euro angestrebt.

Für das laufende Jahr prognostizierte Vivendi ein sehr starkes Wachstum des bereinigten Nettogewinns. Ohne Berücksichtigung der Sparten Vivendi Universal Entertainment, NBC Universal und Telepiu werde auch der operative Gewinn stark zulegen. Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou erklärte, 2005 werde Vivendi Universal ein „dynamischer Medien- und Telekommunikationskonzern“ mit einem starken Gewinnwachstum sein.

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