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16.10.2014

13:35 Uhr

Verbraucherschutz

Kritik an Spezial-Handytarifen für Migranten

Verbraucherschützer beklagen zahlreiche Kostenfallen und Intransparenz bei speziell auf Migranten ausgerichteten Handy-Tarifen. Die Verbraucherzentrale hatte zuvor fünf Firmen genauer unter die Lupe genommen.

Migranten werden laut Verbraucherzentrale mit speziellen Handy-Tarifen „in die Irre geführt“. dpa

Migranten werden laut Verbraucherzentrale mit speziellen Handy-Tarifen „in die Irre geführt“.

BerlinSpeziell auf Migranten ausgerichtete Handy-Tarife sind laut Verbraucherschützern oft intransparent und enthalten versteckte Kostenfallen. Es werde eine ganze Verbrauchergruppe „mit wettbewerbsrechtlichen Verstößen und Lockangeboten in die Irre geführt“, beklagte die Verbraucherzentrale Berlin am Donnerstag. Zudem seien die Internetseiten der Mobilfunkunternehmen oft verwirrend gestaltet und Informationen in der Muttersprache der Migranten fehlten häufig.

Die Berliner Organisation hatte im Sommer gemeinsam mit den Verbraucherzentralen Hamburg und Bremen zehn sogenannte Ethno-Tarife von fünf Firmen untersucht, die spezielle Tarife für Gespräche in die Türkei oder Russland anbieten. Dabei prüften sie den Angaben zufolge unter anderem, ob Preise transparent dargestellt wurden und wie leicht die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zugänglich waren.

Die Darstellung von Mindestvertragslaufzeiten und monatlich anfallenden Kosten wurde ebenfalls untersucht. Auch Widerrufsbelehrung, Mehrsprachigkeit von Internetseiten und Kundenhotlines sowie Datenschutzerklärungen und Pflichtangaben im Impressum wurden unter die Lupe genommen. Das Projekt wurde vom Bundesverbraucherschutzministerium gefördert.

Nutzer der überprüften Tarife können nach Angaben der Verbraucherzentrale Berlin noch aussteigen, da alle zehn Angebote keine gültige Widerrufsbelehrung enthielten. Bei älteren Verträgen lohne sich eine rechtliche Überprüfung, riet die Organisation.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Uwe Ostertag

16.10.2014, 16:40 Uhr

Integration bedeutet aber auch, sich der Sprache zu bemächtigen. Aber trotz allem, es gibt auch Urdeutsche, die auf windige Verträge reinfallen.
Nur soweit ich weiss, da haben die Asylbewerber und Migranten doch so Sozialberater oder ähnliche Betreuer, da müssen diese eben auf diese auch zugehen.
Als ichin den Staaten war, und einen Prepaidvertrag haben wollte, da wollte man mir auch erst einiges aufschwatzen, welches sich von meinen vorstellungen entfernte, als diese merkten, dass mein englisch halt net so perfekt ist. hatte dann auch jemanden dann genommen, der für mich dann das beste an vertrag observierte.
gerade, wenn man in einem fremden land ist, da ist es vorteilhaft, einheimische zu kennen, die zumindest anfangs gut beraten

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