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28.12.2013

10:26 Uhr

Verdienst stagniert

Kein Plus für Apple-Chef Tim Cook

Die Konkurrenz schläft nicht - das bekam auch iPhone-Hersteller Apple 2013 zu spüren. Während Aktionäre kräftige Kursverluste hinnehmen mussten, tritt Unternehmenschef Tim Cook beim Verdienst auf der Stelle.

Apple-CEO hält ein iPad Air in den Händen. ap

Apple-CEO hält ein iPad Air in den Händen.

San FranciscoApple-Chef Tim Cook bekommt den härteren Wettbewerbsdruck im Smartphone-Markt auch am eigenen Geldbeutel zu spüren. Sein Verdienst stagnierte im ablaufenden Jahr, wie der iPhone-Hersteller am Freitag mitteilte. Außerdem muss Cook auf einen Teil seiner langfristigen leistungsbezogenen Aktienvergütungen verzichten.

Der Konzernchef verdiente 2013 insgesamt 4,25 Millionen Dollar - ungefähr so viel wie im Vorjahr. Zum Grundgehalt von 1,4 Millionen kamen Bonuszahlungen von 2,8 Millionen Dollar. Darüber hinaus stehen Cook auf längere Sicht immense Aktienvergütungen zu, deren Wert sich nach Unternehmensangaben nun allerdings geschmälert hat. Darin spiegeln sich auch vorübergehende kräftige Kursverluste der Apple-Aktie wider. Die verschärfte Konkurrenz durch Rivalen wie Samsung, Huawei und Amazon sorgt für spürbaren Druck auf die Gewinnspannen.

In der Mitteilung wies Apple auch erstmals öffentlich Forderungen des aggressiv auftretenden Investors Carl Icahn zurück, der auf Aktienrückkäufe im Volumen von 50 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2014 dringt. Das Management hielt dem entgegen, es habe zuletzt bereits 43 Milliarden Dollar für Dividenden und Aktienrückkäufe ausgegeben. Außerdem müssten dem Unternehmen ausreichend Spielräume für Investitionen in neue Produkte bleiben.

Apple hat im vergangenen Geschäftsjahr eigene Aktien im Wert von 23 Milliarden Dollar erworben. Insgesamt will Apple bis 2015 rund 100 Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausschütten - neben dem laufenden Aktienrückkauf auch über Dividenden. Der milliardenschwere Großaktionär Icahn trommelt jedoch seit Monaten lautstark immer wieder dafür, dass noch mehr Geld fließt.

Apple-Chef Tim Cook hatte sich zwischenzeitlich schon mit Icahn getroffen, um über dessen Forderungen zu reden. Cook steht unter Druck, weil der Aktienkurs ein Fünftel unter dem Allzeithoch notiert. Ein Rückkauf treibt gewöhnlich den Preis. Allerdings fehlt Cook derzeit das Geld. Denn der Großteil der durchaus vorhandenen Apple-Milliarden liegt im Ausland. Holt Cook das Geld in die USA, muss er zunächst hohe Steuern darauf entrichten.

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