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05.01.2005

12:32 Uhr

Verhandlung mit den großen Inhalte-Anbietern

Freenet will Video on Demand anbieten

Der deutsche Internet- und Telefondienstleister Freenet will im Laufe des Jahres 2005 in das Geschäft mit Video on Demand einsteigen: „Wir verhandeln mit großen Inhalte-Anbietern um die Filmrechte“, sagte Eckhard Spoerr, Vorstandschef des börsennotierten Unternehmens im Gespräch mit dem Handelsblatt. Branchenkreise nennen Sony, Bertelsmann und Time Warner als Verhandlungspartner.

HB HAMBURG. Bei „Video on Demand“ können Kunden Filme aus dem Netz ansehen – sie können sie dabei herunterladen und später ansehen oder per Streaming nur einmalig mieten.

Ob die Filme per Streaming, als unbegrenzter oder als zeitlich limitierter Download angeboten werden, steht nach Angaben von Freenet noch nicht fest. Konkurrent T-Online stellt Filme überwiegend zur Miete ins Internet. „Unseren Hollywood-Partnern war wichtig, dass sie gegen Kopien geschützt sind“, begründet dies die Telekom- Tochter. Rund 32 000 Filme verkauft der Dienstleister pro Monat – bei 2,9 Mill. DSL-Abonnenten.

„Video on Demand ist zwar ein netter Zusatzdienst, aber vorerst wird er weder bei Freenet noch bei anderen Dienstleistern für Umsatz- und Ergebnissprünge sorgen“, sagt Jochen Reichert, Analyst bei SES Research.

Der Hauptkriegsschauplatz im Jahr 2005 bleibe der Kampf um die DSL-Kunden. Freenet habe dabei immer noch das Problem, dass ein Großteil seiner Internet-Kunden den Dienst nur im Call-by-Call-Verfahren nutze und nicht vertraglich an das Unternehmen gebunden sei. Ob es mittelfristig gelänge, diesen volatilen Kundenstamm in feste DSL-Verträge zu überführen, müsse sich noch zeigen.

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