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13.01.2004

17:30 Uhr

Verhandlungsabbruch im Tarifkonflikt

Zeitungsbranche droht Streik

Im Tarifkonflikt bei den deutschen Tageszeitungen rückt ein Arbeitskampf näher. Auch die fünfte Verhandlungsrunde für die rund 14 000 Zeitungs-Redakteure ging am Dienstag in Frankfurt ergebnislos zu Ende.

HB FRANKFURT. Die Gewerkschaften Verdi und DJV hätten die Verhandlungen agebrochen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke nach der fünften Runde der Tarifgespräche am Dienstag in Frankfurt. Die Arbeitgeber hätten sich nicht verhandlungsbereit gezeigt. Bei Verdi und dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) sollten die Tarifkommissionen am Montag über Urabstimmungen zur Einleitung von Streiks entscheiden. Bereits am Dienstag waren etliche Zeitungen wie die „Frankfurter Rundschau“ wegen Warnstreiks mit weißen Flecken erschienen. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich am Dienstag mehr als 2000 Journalisten an den Warnstreiks.

„Die Zeitungsbranche steht vor einem Arbeitskampf“, sagte Werneke. Auch DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff erklärte, eine „Minusrunde“ sei mit den Gewerkschaften nicht zu machen. „Das ist der von uns befürchtete Generalangriff auf die Tarifverträge“, kritisierte er. Die Arbeitgeber vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hätten ihre Forderungen in der fünften Verhandlungsrunde verschärft: Sie verlangten eine zweijährige Nullrunde beim Gehalt, bis zu fünf Tage weniger Urlaub, eine Anhebung der Wochenarbeitszeit von 36,5 auf bis zu 40 Stunden sowie eine 25-prozentige Kürzung des Urlaubsgeldes.

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