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07.09.2011

16:43 Uhr

Verkauf an AT&T

Richterin lässt Telekom wieder hoffen

Im Streit um den Verkauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA kann der Bonner Konzern neue Hoffnung schöpfen. Eine Richterin will einen langen Rechtsstreit abwenden und den Boden für einen Vergleich bereiten.

Die Telekomzentrale in Bonn. Im Streit um den Verkauf der Telekom-Tochter an AT&T gibt es neue Hoffnung für den Konzern. dapd

Die Telekomzentrale in Bonn. Im Streit um den Verkauf der Telekom-Tochter an AT&T gibt es neue Hoffnung für den Konzern.

New York / Bonn / FrankfurtLichtblick für die Deutsche Telekom: Um einen langen Rechtsstreit um den Verkauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA an AT&T abzuwenden, will eine Richterin den Boden für einen Vergleich bereiten. Die beiden Konzerne sollen laut Gerichtseinladung vom Dienstagabend am 21. September vor Richterin Ellen Segal Huvelle erscheinen und vorbereitet sein, um die „Aussichten einer Lösung zu besprechen.“ Bis 16. September sollten die Parteien zudem einen Fahrplan für den Fall ausarbeiten.

Es ist die erste gute Nachricht für den Bonner Konzern seit einer Woche, als die US-Regierung Klage einreichte, um die 39 Milliarden Dollar schwere Fusion von T-Mobile USA und AT&T zu stoppen. Die Administration befürchtet, dass ein Zusammengehen der Nummern zwei und vier auf dem US-Mobilfunkmarkt zu weniger Wettbewerb führen könnte. AT&T und die Telekom kündigten umgehend an, den Streit vor Gericht auszufechten. Gleichzeitig verfolgen die Unternehmen noch einen Plan B und wollen mit dem Justizministerium verhandeln, das den Fall zusammen mit der US-Regulierungsbehörde FCC genehmigen muss.

Die Gespräche dürften aber alles andere als einfach werden. Eine Person, die einem der beiden Unternehmen nahesteht, erklärte vor einer Woche, AT&T und die Telekom könnten gezwungen sein, bis zu 25 Prozent von T-Mobile USA zu verkaufen, um die Fusion zu retten. Besonders schmerzhaft wäre es für die Fusionspartner, wenn die Telekom-Tochter einige ihre wertvollen Funkfrequenzen abgeben müsste. „AT&T kauft T-Mobile zu 90 Prozent wegen der Frequenzen, nicht wegen der Kunden“, sagte ein Insider.

Kommentare (1)

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07.09.2011, 18:52 Uhr

Also, ich sehe nicht wirklich eine gute Lösung für T-Mobile und den Mobilfunkmarkt der USA.
Weshalb eine Übernahme von T-Mobile durch AT&T Nachteile hätte, wurde hier schon genannt.
Eine Übernahme von Sprint Nextel wäre sicherlich aufgrund des Wettbewerbs eine gute Lösung, weil Sprint Nextel der dritt- und T-Mobile der viertgrößte Anbieter ist. Aber Sprint Nextel arbeitet aber mit völlig Mobilfunkstandards. Beides hat also seine Vor- und Nachteile.

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