Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.12.2013

14:20 Uhr

Verkauf an O2-Mutter

EU-Kommission lässt Kartellamt nicht an E-Plus-Übernahme

Kartellamtspräsident Andreas Mundt hatte darauf gepocht, die Übernahme des Mobilfunkers E-Plus durch Telefónica („O2“) schärfer prüfen zu dürfen. Jetzt macht die EU-Kommission das selbst. Mundt gibt sich versöhnlich.

Sollte der Verkauf von E-Plus an den Rivalen Telefonica über die Bühne gehen, würden der dritt- und viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland fusionieren. Reuters

Sollte der Verkauf von E-Plus an den Rivalen Telefonica über die Bühne gehen, würden der dritt- und viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland fusionieren.

FrankfurtDie EU-Kommission will die geplante Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland gründlicher prüfen. Sie habe Bedenken, dass die Transaktion den Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt und beeinträchtigen könne und habe deshalb eine vertiefte Prüfung eingeleitet, teilte die Kommission am Freitag in Brüssel mit. Die Frist für eine Entscheidung ende am 14. Mai. Eigentlich hatte das Bundeskartellamt die Fusion auf Herz und Nieren prüfen wollen.

Die O2- und E-Plus-Mutterkonzerne, Telefónica und KPN, hatten den 8,6-Milliarden-Euro-Deal ihrer deutschen Töchter Ende Juli verkündet. Entstehen soll aus der bisherigen Nummern drei und Nummer vier der größte deutsche Mobilfunk-Anbieter mit insgesamt 43 Millionen Kunden – vor der Deutschen Telekom und Vodafone.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

„Dass die Kommission jetzt die sogenannte zweite Phase einleitet macht deutlich, dass der Fall auch in Brüssel nicht einfach durch gewunken wird“, so Kartellamtspräsident Andreas Mundt zu Handelsblatt Online. Eine Verweisung zum Bundeskartellamt sei nicht mehr sehr wahrscheinlich, könne aber theoretisch noch bis Mitte Februar erfolgen.

Da Telefónica auch über ein Festnetz in Deutschland verfügt, könnten die beiden Unternehmen den Marktführer Deutsche Telekom und den zweitgrößten Anbieter Vodafone auch auf diesem Markt angreifen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×