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23.06.2011

13:13 Uhr

Verkauf

Musikkonzern Emi lockt Milliardäre an

Gerade hatte der Musikkonzern angekündigt, alle Optionen - von Verkauf bis Börsengang - zu prüfen. Nun gibt es laut Nachrichtenagentur Bloomberg offensichtlich gleich mehrere Milliardäre, die Interesse an einem Kauf haben.

Die CD von Sänger Robbie Williams "Sing when you're winning" ist beim Musikkonzern Emi erschienen. Quelle: dpa

Die CD von Sänger Robbie Williams "Sing when you're winning" ist beim Musikkonzern Emi erschienen.

London/BerlinFür den Musikkonzern EMI gibt es laut einem Medienbericht bereits mehrere zahlungskräftige Interessenten. Neben US-Milliardär Len Blavatnik, der sich schon den Konkurrenten Warner Music sicherte, erwäge auch der Investor Alec Gores ein Gebot, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf informierte Personen. Auch Musik- Marktführer Universal Music denkt demnach über ein Angebot nach.

Emi hatte Anfang der Woche angekündigt, alle Optionen für die Zukunft zu prüfen, von einem Verkauf bis hin zu einem Börsengang. Im Februar fiel das Unternehmen in die Hand des Wall-Street-Giganten Citigroup, nachdem der britische Finanzinvestor Guy Hands seine Milliardenkredite für den Emi-Kauf nicht mehr bedienen konnte. Das Kronjuwel des traditionsreichen britischen Konzerns ist die Musik der Beatles, zudem hat EMI Stars wie Coldplay, Katy Perry, Robbie Williams oder Herbert Grönemeyer unter Vertrag.

Blavatnik gilt als zentraler Interessent, weil er den Plan haben soll, einen neuen Musik-Riesen aus Emi und Warner Music zu schmieden. Er hatte im Mai den Bieterwettstreit um Warner Music mit einem Gebot von 3,3 Milliarden Dollar gewonnen, darin enthalten sind rund zwei Milliarden Dollar Schulden von Warner Music. Alec Gores ist seit Ende der 80er Jahre mit der Investmentfirma The Gores Group im Geschäft.

Das US-Magazin „Forbes“ führte in in der Liste der reichsten Amerikaner zuletzt auf Rang 238 mit einem geschätzten Vermögen von rund 1,7 Milliarden Dollar. Laut Medienberichten sollen auch vermögende britische Investoren ein Gebot für Emi erwägen, damit das Traditionsunternehmen nicht zerschlagen wird.

Von

dpa

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