Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.06.2011

15:54 Uhr

Verkauf von T-Mobile USA

Unterstützung für AT&T

Smartphones und Surfsticks machen es möglich: Internet immer und überall. Doch dafür braucht es ein stabiles Mobilfunknetz. Internetfirmen unterstützen deshalb AT&Ts Pläne die Telekom-Tochter T-Mobile USA zu kaufen.

Mit dem Smartphone ins Internet: Praktisch. Aber nur wenn die Netzkapazitäten ausreichen. Quelle: dapd

Mit dem Smartphone ins Internet: Praktisch. Aber nur wenn die Netzkapazitäten ausreichen.

Washington Microsoft, Facebook, Yahoo und andere Größen der Internet-Branche sprachen sich gegenüber den Wettbewerbshütern für die Übernahme aus, weil nur dann ein zügiger Ausbau des überlasteten amerikanischen Mobilfunknetzes gewährleistet sei.

„Heutzutage nutzen die Verbraucher immer mehr Smartphones, Tablet-Computer, Laptops und andere mobile Geräte, um sich drahtlos mit dem Internet zu verbinden“, gaben die Tech-Größen am späten Montag (Ortszeit) in einem offenen Brief an den amerikanischen Netzregulierer FCC zu bedenken. Die Netze seien dem Ansturm kaum noch gewachsen. „Der Kauf von T-Mobile durch AT&T stellt eine kurzfristige Möglichkeit dar, der steigenden Nachfrage Herr zu werden.“ Die FCC müsse deshalb die Fusion genehmigen, forderten die Konzerne.

Selbst in Metropolen wie New York gehören abbrechende Telefonate, ein schlechter Empfang und langsame Datenverbindungen zum Alltag. AT&T hat versprochen, die Netze nach dem Kauf zu einem Preis von 39 Milliarden Dollar zusammenzulegen und auszubauen. Zuerst einmal müssen aber die Wettbewerbshüter der Übernahme zustimmen; neben der FCC ist das auch das Justizministerium. Das Verfahren dürfte sich aber noch bis Anfang 2012 hinziehen.

Der drittgrößte Mobilfunkanbieter des Landes, Sprint Nextel, läuft Sturm gegen das Geschäft. Durch den Verkauf blieben von vier noch drei landesweit vertretene Mobilfunkanbieter übrig, wobei zwei davon - AT&T und Verizon - den Markt dominieren würden. Sprint wäre der kleine Außenseiter. Die Deutsche Telekom will sich zurückziehen, weil die Tochter T-Mobile USA derzeit als Nummer vier den Großen hoffnungslos unterlegen ist. In vielen Teilen des riesigen Landes bekommt man mit T-Mobile gar keinen Empfang.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×