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13.04.2006

10:59 Uhr

Verkaufsschlager Walkman-Handy

Fröhliche Töne von Sony Ericsson

VonHelmut Steuer

Beim japanisch-schwedischen Handyhersteller Sony Ericsson spielt wieder die Musik: Dank der neuen MP3-fähigen Walkman-Handys und dem weltweiten Boom auf dem Mobilfunkmarkt übertraf der Konzern die Erwartungen mit seinem Ergebnis für das erste Quartal 2006 deutlich.

HB STOCKHOLM. Das Joint Venture des japanischen Unterhaltungselektronik-Riesen Sony und dem schwedischen Weltmarktführer bei Mobilfunknetze Ericsson steigerte in den ersten drei Monaten dieses Jahres seinen Vorsteuergewinn auf 151 Mill. Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das mehr als eine Verdoppelung: Vor einem Jahr betrug der Vorsteuergewinn nur 70 Mill. Euro. Unterm Strich blieb mit 109 Mill. Euro sogar mehr als dreimal soviel übrig wie in den ersten drei Monaten 2005 mit 32 Mill. Euro. Der Umsatz stieg von 1,29 auf 1,99 Mrd. Euro.

Die anhaltend starke Nachfrage hat selbst die Konzernleitung des Unternehmens überrascht. Deshalb revidierte Sony Ericsson-Chef Miles Flint die Prognose für den gesamten weltweiten Mobilfunkmarkt in diesem Jahr auf „über 900 Mill. verkaufter Handys“. Damit erhöht der Konzern die Wachstumsprognose von bislang zehn Prozent auf nunmehr 15 Prozent gegenüber 2005.

Eine weitere positive Nachricht konnte Flint den Muttergesellschaften Sony und Ericsson übermitteln: Der durchschnittliche Verkaufspreis der Handys stieg gegenüber dem vierten Quartal 2005 um 4 Prozent auf 149 Euro. Vor allem die acht neuen Walkman-Handys, die zu höheren Preisen angeboten werden können, sind für den Anstieg verantwortlich. Flint betonte allerdings, dass der durchschnittliche Verkaufspreis voraussichtlich in diesem Jahr leicht fallen werde.

Mit 13,3 Mill. verkaufter Geräte im ersten Quartal dieses Jahres ist Sony Ericsson nach Nokia, Motorola, Samsung und LG der fünftgrößte Handy-Hersteller der Welt. Der Marktanteil von 6,3 Prozent liegt allerdings deutlich unter dem des finnischen Branchenprimus Nokia, der auf rund 34 Prozent kommt. Nokia wird am kommenden Donnerstag sein Quartalsergebnis vorlegen. Die Finnen hatten bereits vor zwei Wochen eine positivere Einschätzung des globalen Handymarkts gegeben und Mitte der Woche die Prognose über den durchschnittlichen Handy-Verkaufspreis leicht angehoben. Der Grund für die steigenden Handy-Preise liegt an dem gestiegenen Interesse der Kunden an höherwertigen und damit teureren Musik- und Kamera-Telefonen.

Analysten zeigten sich von den Sony Ericsson-Zahlen positiv überrascht. Das Joint Venture ist nicht an der Börse notiert, doch die beiden Eigner können sich über einen Scheck von jeweils 75 Mill. Euro freuen.

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