Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.02.2004

17:34 Uhr

Verlag will Beschwerde vor Gericht einlegen

Holtzbrinck darf Berliner Verlag nicht kaufen

Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme des Berliner Verlages durch die Holtzbrinck-Gruppe endgültig untersagt. Der Stuttgarter Verlag will gegen die Entscheidung vor Gericht Beschwerde einlegen.

HB BONN. Das teilte das Kartellamt am Mittwoch in Bonn mit. Die Wettbewerbsbehörde hatte Holtzbrinck bereits im Dezember signalisiert, dass es der geplanten Übernahme nicht zustimmen werde. Nach der Entscheidung hat Holtzbrinck nun noch die Möglichkeit einer Klage vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.

Die Unternehmen hätten auch nach der Abmahnung des Kartellamts die wettbewerblichen Bedenken des Bundeskartellamtes nicht ausräumen können, begründete Kartellamtspräsident Ulf Böge den Beschluss.

Der Erwerb des Berliner Verlages hätte nach Einschätzung der Wettbewerbshüter zur Entstehung einer marktbeherrschenden Stellung von Holtzbrinck auf dem Lesermarkt für regionale Abonnement-Tageszeitungen in Berlin und dem dortigen Lesermarkt für Stadtillustrierte geführt. Die Anteile am „Tagesspiegel“, die von Holtzbrinck an Ex-Manager Pierre Gerckens veräußert werden sollten, seien Holtzbrinck zuzurechnen.

Der Holtzbrinck-Verlag will nun gegen das Verbot zur Übernahme des Berliner Verlags vor Gericht ziehen. Beim Oberlandesgericht Düsseldorf werde Beschwerde gegen die Entscheidung des Kartellamts eingelegt, teile Holtzbrinck am Mittwoch in Stuttgart mit. „Wir halten weder die vom Bundeskartellamt vorgenommene Zurechnung des „Tagesspiegels“, noch die Marktabgrenzung mit dem geltenden Kartellrecht für vereinbar“, sagte Verlagssprecher Rolf Aschermann.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×