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19.01.2009

17:24 Uhr

Verlagsbranche

Verlag der „New York Times“ hofft auf Millionen aus Mexiko

Der Verlag der „New York Times“ verhandelt offenbar mit dem mexikanischen Unternehmer und Milliardär Carlos Slim Helu über eine Kapitalspritze in dreistelliger Millionenhöhe. Damit solle dem Verlag geholfen werden, Schulden zu begleichen.

Der Verlag der New York Times hofft auf eine Millionenspritze. Foto: dpa dpa

Der Verlag der New York Times hofft auf eine Millionenspritze. Foto: dpa

HB NEW YORK. Die Verhandlungen über die Transaktion im Umfang von etwa 250 Millionen Dollar stünden kurz vor dem Abschluss, berichtet die „New York Times“ in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen. Die Verlagsführung wolle noch am Montag dem Deal zustimmen. Eine offizielle Erklärung dazu werde am Dienstag erwartet.

Eine Sprecherin des Medienunternehmens wollte sich nicht dazu äußern. Das „Wall Street Journal“ hatte am Sonntag berichtet, die Verhandlungen zwischen dem Verlag und Slim könnten noch scheitern.

Das Verlagshaus verfügte dem Blatt zufolge Ende September über Barvermögen in Höhe von 46 Millionen Dollar und Schulden von 1,1 Milliarden Dollar. Ein Kreditrahmen von 400 Millionen Dollar laufe im Mai aus.

Slim, dem das mexikanische Telekomunternehmen Telmex gehört und der zu den reichsten Männern der Welt zählt, hatte bereits im September vorigen Jahres 6,4 Prozent Aktienanteile am Verlag der „New York Times“ gekauft. Der Wert der Aktien habe sich inzwischen halbiert, schrieb das „Wall Street Journal“.

Auf dem US-Zeitungsmarkt sind zuletzt auch andere Verlagshäuser wegen zu hoher Schulden in Bedrängnis geraten.

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