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22.08.2012

16:07 Uhr

Verlagserbe

Falk erringt Etappensieg im Kampf um seine Millionen

Der einstige Börsenstar Alexander Falk darf auf die Auszahlung seines eingefrorene Millionenvermögens hoffen. Ein Richter gab das Geld frei. Doch der Verlagserbe schlägt sich mit weiteren Schadenersatzklagen herum.

Verlagserbe Alexander Falk streitet um sein Vermögen: Ob er sein Geld erhält, muss ein weiteres Verfahren zeigen. dpa

Verlagserbe Alexander Falk streitet um sein Vermögen: Ob er sein Geld erhält, muss ein weiteres Verfahren zeigen.

HamburgIm Prozess um das eingefrorene Millionenvermögen des wegen versuchten Betrugs verurteilten Verlagserben Alexander Falk hat der frühere Börsenstar einen Etappensieg errungen: Das Hamburger Landgericht hob eine Arrestverfügung der Staatsanwaltschaft über mehr als 30 Millionen Euro des Falk-Vermögens auf.

Im Urteil machte der Vorsitzende Richter Marc Tully klar, dass das Geld nicht dem Staat zufallen dürfe. Der 43 Jahre alte Falk bekommt die Millionen aber auch nicht in die Hand: Das Gericht hält Schadenersatzansprüche einer vor mehr als zehn Jahren von Falk geschädigten englischen Firma für vorrangig. Über diese Forderungen muss nun in einem weiteren Verfahren entschieden werden.

Falk hatte im Jahr 2000 seine Internetfirma Ision an die englische Energis verkauft, aber vorher die Umsätze in die Höhe geschwindelt. Beide Firmen wurden nach dem Geschäft insolvent. Das Landgericht verurteilte Falk 2008 deshalb wegen versuchten Betrugs und anderer Delikte zu vier Jahren Haft. Im Zuge der Ermittlungen waren auch mehr als 31 Millionen Euro aus dem persönlichen Falk-Vermögen eingefroren worden, weil sie aus der Straftat stammen sollen.

Falk hatte den gleichnamigen Stadtplan-Verlag 1995 im Alter von 26 Jahren geerbt und ihn für rund 25 Millionen Euro verkauft, um in Internetunternehmen zu investieren. Er war damals einer der Stars des Börsensegmentes Neuer Markt.

Von

dapd

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.08.2012, 18:55 Uhr

Hehe, das warn noch interessante Zeiten 2000 bei Ision in Hamburg. :)

Leider kam 2002 die Insolvenz, aber wir haben wohl gewirtschaftet wie die Griechen vor 2008. ;)

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