Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.07.2012

14:45 Uhr

Verlagserbe

Falk kämpft vor Gericht um Millionen Euro

Der aus der Haft entlassene Verlagserbe Alexander Falk ringt vor Gericht um ein Millionenvermögen. Falk will die Freigabe von rund 30 Millionen Euro erstreiten. Nach einem Urteil droht aber der Einzug durch den Staat.

Verlagserbe Alexander Falk (l.) kämpft um sein Vermögen. dapd

Verlagserbe Alexander Falk (l.) kämpft um sein Vermögen.

HamburgDer wegen versuchten Millionenbetrugs zu vier Jahren Gefängnis verurteilte Verlagserbe Alexander Falk kämpft nach der Haftentlassung gegen den Staat um sein Vermögen. Seit Montag verhandelt das Hamburger Landgericht darüber, ob eingefrorene Falk-Gelder von mehr als 30 Millionen Euro eingezogen werden, weil sie möglicherweise aus einer rechtswidrigen Tat stammen. Falks Anwälte sehen in einem sogenannten Verfall einen Verstoß gegen europäisches Recht.

Das Landgericht hatte den heute 43 Jahre alten Falk 2008 wegen versuchten Betrugs und anderer Delikte zu vier Jahren Haft verurteilt. Als Verwaltungsratsvorsitzender hatte er im Jahr 2000 den Wert seiner Internet-Firma Ision durch Scheinrechnungen manipuliert, um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen, wie das Gericht damals urteilte.

Die englische Firma Energis zahlte laut Gericht mindestens 30 Millionen Euro mehr, als es dem Marktwert entsprach. Beide Firmen brachen kurz nach dem Deal zusammen.

Im Zuge der Ermittlungen damals wurden auch mehr als 30 Millionen Euro aus dem Falk-Vermögen eingefroren, sowie auch Vermögen seiner Ehefrau, das er ihr vorher überlassen hatte. Es folgte ein jahrelanger Prozessreigen, an dessen Ende der Bundesgerichtshof (BGH) die vierjährige Haftstrafe gegen den Hamburger durchwinkte. Über die Frage des Vermögenseinzugs muss dagegen das Landgericht nun auf BGH-Anordnung neu verhandeln.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×