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02.03.2006

19:20 Uhr

Veronis Suhler Stevenson

US-Investor will weitere deutsche Verlage kaufen

VonTobias Moerschen

Die amerikanische Private-Equity-Firma Veronis Suhler Stevenson (VSS) hat nach Informationen des Handelsblatts in Deutschland große Pläne: Sie will unter dem Dach der „BV Deutsche Zeitungsholding“ eine neue Verlagsgruppe gründen.

NEW YORK. Die amerikanische Private-Equity-Firma Veronis Suhler Stevenson (VSS) hat in Deutschland große Pläne. Derzeit sucht VSS nach weiteren deutschen Zeitungen. Daraus schmiedet die New Yorker Firma unter dem Dach der „BV Deutsche Zeitungsholding“ eine neue Verlagsgruppe. Deren Kernstück bilden der Berliner Verlag und die Hamburger Morgenpost, die VSS bereits übernommen hat.

Außerdem will der New Yorker Investor nach eigenen Angaben in andere Teilbereiche der deutschen Medienbranche einsteigen wie zum Beispiel Fachverlage, Wissenschaftsverlage, Adressverzeichnisse, Radiosender und Außenwerber.

„Uns interessieren fragmentierte Branchen, in denen wir unsere ‚Buy-and-Build-Strategie' umsetzen können“, sagte Jeffrey Stevenson, Co-Chef von VSS, im Handelsblatt-Interview. Mit der Strategie des Kaufens und Ausbauens will VSS die Marktposition ihrer Beteiligungen durch ergänzende Käufe und Wachstum aus eigener Kraft stärken. Stevenson lenkt alle insgesamt mehr als zwei Mrd. Dollar schweren Private-Equity-Fonds von VSS. Somit steht der 45jährige auch hinter dem Kauf des Berliner Verlags – der ersten Private-Equity-Transaktion auf dem deutschen Zeitungsmarkt. Verkäufer war die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die auch das Handelsblatt herausgibt.

VSS erwarb 85 Prozent des Berliner Verlags, ein Teil davon ging an Verlagsmanager. Die restlichen Anteile kaufte die britische Anlagefirma Mecom des Verlegers David Montgomery. Er übernahm den Aufsichtsratsvorsitz bei der in BV Deutsche Zeitungsholding umbenannten Gruppe.

Für VSS sitzt unter anderem Gerd Schulte-Hillen, früher Chefaufseher des Medienriesen Bertelsmann, im BV-Aufsichtsrat. Schulte-Hillen fädelte auch den Kauf der Hamburger Morgenpost ein, mit der die BV-Gruppe neben dem Berliner Kurier einen zweiten Boulevardtitel erwarb. Der Kauf wird voraussichtlich diese Woche rechtskräftig, sagt Johannes von Bismarck, bei VSS für die deutschsprachigen Länder zuständig.

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