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25.02.2015

18:51 Uhr

Verstoß gegen Frist beim Anbieterwechsel

Netzagentur verhängt Bußgeld gegen Telekom

Weil sie „wiederholt“ gegen die gesetzliche Frist beim Anbieterwechsel verstieß, hat die Bundesnetzagentur ein Bußgeld gegen die Deutsche Telekom verhängt. Nach wie vor kommt es zu tausenden Fristverstößen bei Anbietern.

Die Deutsche Telekom muss wegen Verstoß gegen Fristen beim Anbieterwechsel ein Bußgeld bezahlen. dpa

Bußgeld

Die Deutsche Telekom muss wegen Verstoß gegen Fristen beim Anbieterwechsel ein Bußgeld bezahlen.

BonnDie Bundesnetzagentur hat wegen Verstößen beim Anbieterwechsel ein Bußgeld gegen die Deutsche Telekom verhängt. Die Strafzahlung in Höhe von 75.000 Euro richte sich gegen einen „großen“ Anbieter, erklärte die Netzagentur am Mittwoch in Bonn, ohne den Namen zu nennen.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP erklärte ein Telekom-Sprecher: „Dieses Mal sind wir betroffen.“ Zuvor hatte die Netzagentur bereits Wettbewerber der Telekom, darunter Vodafone und Telefónica/O2, mit Bußgeldern belegt.

Zum jüngsten Bußgeld erklärte die Bundesnetzagentur, das betroffene Unternehmen habe „wiederholt“ gegen die gesetzliche Frist verstoßen. Das Gesetz räumt Internet- und Telefonanbietern – sowohl dem alten Anbieter als auch dem neuen – eine Frist von einem Tag ein, um den Anbieterwechsel über die Bühne zu bringen.

Verbraucher sollten „vor langwierigen Ausfällen“ beim Wechsel ihres Telekommunikationsunternehmens geschützt werden, erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Netzagentur Strafgelder gegen verschiedene Anbieter verhängt.

Rund 5000 Verbraucher beschwerten sich laut der Aufsichtsbehörde 2014 über lange Wartezeiten beim Anbieterwechsel. Auch 2015 sei die Anzahl der Beschwerden „ungebrochen hoch“. Treten beim Anbieterwechsel Probleme auf, können sich Verbraucher an eine Beschwerdestelle der Bundesnetzagentur wenden.

Die Telekom erklärte, sie arbeite „weiterhin mit Nachdruck“ an der Verbesserung des Anbieterwechsels. Der Konzern habe unter anderem zusammen mit den größten Wettbewerbern einen „zusätzlichen Eskalationsprozess für Kundenbeschwerden“ gestartet.

Der Anbieterwechsel im Festnetz sei „technisch sehr komplex“ und teilweise seien immer noch manuelle Arbeiten nötig, was zu Fehlern führen könne. Weil der Konzern sich an Verbesserungsprozessen „aktiv“ beteiligt habe, reduzierte die Bundesnetzagentur die Strafe für die Telekom von ursprünglich 100.000 auf 75.000 Euro.

Von

afp

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