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27.05.2011

11:14 Uhr

Vertraglich Vereinbart

Telekom soll Griechenlands OTE-Anteile kaufen

Griechenland will schnell weitere Anteile am Telefonkonzern OTE an die Deutsche Telekom veräußern. Groß verhandelt wird dabei wohl nicht. Der Bonner Konzern muss mindestens zehn Prozent der Anteile kaufen.

OTE-Zentrale in Athen. Quelle: dapd

OTE-Zentrale in Athen.

FrankfurtGriechenland drückt bei der der Privatisierung von Staatseigentum aufs Tempo. Als erstes will der klamme Mittelmeerstaat offenbar weitere Teile des ehemaligen Telefonmonopolisten OTE an die Deutsche Telekom verkaufen. "Griechenland bittet uns um Gespräche über die weitere Privatisierung von OTE", sagte ein Telekom-Sprecher am Freitag. Die griechische Regierung habe einen Brief an den Dax-Konzern geschrieben und zu Gesprächen eingeladen.

Groß verhandeln müssen die Griechen, die noch 20 Prozent an OTE halten, eigentlich nicht: Die Telekom, die für 3,9 Milliarden Euro schon 30 Prozent an OTE erworben hat, ist durch eine Put-Option verpflichtet, Griechenland weitere zehn Prozent an OTE zum festgeschriebenen Preis abzunehmen. Beim derzeitigen OTE-Aktienkurs wären gut 400 Millionen Euro fällig. Die Option kann jederzeit gezogen werden.

"Wenn das der Fall ist, werden wir unseren vertraglichen Pflichten nachkommen", sagte ein Telekom-Sprecher. Für die verbleibenden zehn Prozent der Griechen an OTE haben die Bonner ihrerseits ein Vorkaufsrecht.

Der Verhandlungen kommen für die Telekom zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Aufgrund der Wirtschaftkrise kämpft OTE mit Umsatzrückgängen - allein im ersten Quartal sanken die Erlöse um zehn Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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leser

27.05.2011, 11:54 Uhr

Wer trägt eigentlich die Lasten für die Pensionsverpflichtungen der OTE gegenüber den ehemaligen OTE-Beamten? Werden diese vom Staat Griechnland getragen oder muß die Telekom diese übernehmen. Im letzteren Fall dürfte sich das Engagement für die Telekom kaum jeweils rentieren.

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