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06.02.2014

00:03 Uhr

Videoplattform

Google-Managerin wird neue Youtube-Chefin

Die Google-Managerin Susan Wojcicki übernimmt die Führung der Videoplattform Youtube. Sie gilt als eine der erfahrensten Mitarbeiterinnen: Ihre Garage hatten die Google-Gründer einst zum Aufbau der Firma gemietet.

Youtube mit neuer Chefin: Google macht seine Managerin Susan Wojcicki zum Boss der Videoplattform. dpa

Youtube mit neuer Chefin: Google macht seine Managerin Susan Wojcicki zum Boss der Videoplattform.

Mountain ViewGoogle legt die Führung von Youtube in den Hände einer der erfahrensten Managerinnen des Internet-Konzerns. Neue Chefin der Videoplattform wird Susan Wojcicki, die zuletzt das wichtige Werbegeschäft führte. Ihr Vorgänger bei Youtube, Salar Kamangar, bleibt bei Google in einer anderen Position.

Wojcicki ist Google-Mitarbeiterin Nummer 16, ihre Garage hatten die Gründer Larry Page und Sergey Brin einst gemietet, um ihre Firma aufzubauen. Wojcicki habe eine gesunde Respektlosigkeit gegenüber dem Unmöglichen, lobte Page sie am Mittwoch in einer Erklärung unter anderem in der „New York Times“.

Googles wichtigste Geschäfte

Vielzahl an Produkten

Google Suche, Gmail, Google Maps, der Online-Speicher Google Drive, das Smartphone-Betriebssystem Android mit dem App-Store Google Play und, und, und: Die Liste der Google-Dienste wird immer länger. Und in seinen geheimen Labs arbeitet der Konzern an einem selbstfahrenden Auto oder Ballons, über die entlegene Gegenden mit Internet-Zugängen versorgen sollen.

Hochprofitable Suche

Wenn es aber um das Geldverdienen geht, ist Google vom Geschäft mit Online-Werbung abhängig. Fast 90 Prozent des Umsatzes stammen aus diesem Segment, ein Großteil aus der Internet-Suche. In der Bilanz wird sonst nur noch ein Segment mit dem wenig aussagekräftigen Titel „Other“ (Anderes) aufgelistet.

Android

Googles Betriebssystem Android dominiert den Smartphone-Markt. Es hilft dem Konzern, seine Dienste fürs mobile Internet zu verbreiten, sorgt mit dem Play Store mit Apps, Filmen und Musik aber auch für wachsende Einnahmen. Experten vermuten, dass diese den Großteil des „sonstigen“ Umsatzes ausmachen.

Google Appsl

Um sich aus der Abhängigkeit aus den Werbeeinnahmen zu befreien, hat Google in den vergangenen Jahren immer wieder Initiativen gestartet, etwa kostenpflichte Anwendungen für Firmen. Das Office-Paket Apps for Business und die E-Mail-Plattform sind Kernbestandteile der Geschäftskundenstrategie. Google Apps generiert Umsatz aus monatlichen Gebühren.

Google+

Soziale Netzwerke sind viele Internet-Nutzer zum ersten Anlaufpunkt im Internet geworden. Facebook ist hier mit Abstand die Nummer 1, Google will dem Marktführer mit Google+ Paroli bieten. Dass der Konzern den riesigen Abstand aufholt, ist allerdings unwahrscheinlich.

Cloud Computing

Ob Gmail, Google Docs oder Google Drive: Google-Dienste laufen nicht auf dem lokalen Rechner, sondern im Rechenzentrum. Der Konzern hat eine große Expertise in Sachen Cloud Computing, die er auch vermarkten will: Firmen können Rechenleistung oder Speicher bei dem Konzern mieten.

Chrome OS

Google will mit Chrome OS ein neuartiges Betriebssystem für Computer etablieren – es setzt voll aufs Internet und ruft Daten und Dienste aus der „Wolke“ ab. Mit dem System will das Unternehmen seine Produkte verbreiten. Bislang ist die Verbreitung von Chrome OS allerdings noch überschaubar.

Beim Kurznachrichtendienst Twitter scherzte Wojcicki selbst, sie freue sich darauf, sich jetzt auf der Arbeit mehr Videos ansehen zu können.

Von

dpa

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