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11.04.2016

08:06 Uhr

Viele Smartwatches, wenig Kunden

Warum die Apple Watch nicht zündet

VonJoachim Hofer

Mit der Apple Watch sollte das Zeitalter der Computeruhren beginnen. Doch ein Jahr nach dem Verkaufsstart zeigt sich: Das Interesse an den modernen Zeitmessern ist gering. Das wird sich auch so schnell nicht ändern.

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MünchenEingefleischte Apple-Fans hatten sich den 24. April 2015 dick im Kalender angestrichen. Auf diesen Freitag hatten die Aficionados der kalifornischen Marke schließlich lange gewartet: Die Apple Watch kam in die Läden. Die erste völlig neue Produktkategorie seit dem Tod von Übervater Steve Jobs.

Inzwischen ist fast ein Jahr vergangenen. Es zeigt sich: Nur die allertreuesten Apple-Kunden können sich für die Uhr begeistern. Die Marktforscher von Gartner schätzen, dass Apple vergangenes Jahr nicht mehr als acht bis zehn Millionen Stück verkauft hat. Zum Vergleich: Alleine im Weihnachtsquartal gingen fast 75 Millionen iPhones über die Ladentheken.

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Apple ist kein Einzelfall. Der vor dem Verkaufsstart der Apple Watch prognostizierte Boom der Computeruhren lässt auf sich warten. So hatten die Experten des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner fürs vergangene Jahr weltweit zunächst damit gerechnet, dass 40 Millionen Exemplare unterschiedlichster Hersteller einen Käufer finden.

Letztlich seien es aber nur rund 30 Millionen geworden, sagte Gartner-Analystin Annette Zimmermann dem Handelsblatt. „Die Leute wissen noch nicht so recht, was eine Smartwatch wirklich kann“, begründet die Münchenerin die Kaufzurückhaltung. Und fügt hinzu: „Die Hersteller müssen die Konsumenten stärker aufklären, was sie mit den Geräten anfangen können.“

Gehört der Smartwatch die Zukunft?

Doch selbst wenn die Produzenten jetzt schnell damit anfingen, das Geschäft wird nach Ansicht von Zimmermann nur langsam in Gang kommen: Selbst im Jahr 2020 würden die Anbieter wohl lediglich knapp 90 Millionen Stück losschlagen, sagt die Analystin voraus. Das ist mager im Vergleich mit Mobiltelefonen: Für 2020 rechnet Gartner mit einem Absatz von fast zwei Milliarden Handys.

Computeruhren gab es schon lange vor der Apple Watch. Doch kaum jemand hat sich so richtig dafür interessiert. Nur in Nischen waren die Minirechner fürs Handgelenk erfolgreich, etwa bei ambitionierten Sportlern. Vor allem unter Läufern und Triathleten hatten sich schon zuvor Spezialisten wie Polar oder Garmin etabliert. Und unter Wanderern hatte sich Suunto einen Namen gemacht.

Für große Elektronikmarken wie Samsung lief das Geschäft mit den sogenannten Smartwatches vor dem Marktstart von Apple eher mau. Viele Experten gingen davon aus, dass Apple der Geräteklasse neue Aufmerksamkeit und damit auch eine größere Nachfrage bescheren würde. Samsung war weit vor Apple am Markt, hat die ersten Uhren der „Gear“-Reihe bereits vor drei Jahren vorgestellt und seither viel experimentiert. Die Koreaner wechselten zwischenzeitlich sogar das Betriebssystem, von Googles Android auf das hauseigene Tizen. Doch die Stückzahlen sind verglichen mit Smartphones nach wie vor minimal, der Apple-Sog blieb aus.

Kommentare (8)

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Herr Herbert Maier

11.04.2016, 09:33 Uhr

Ich denke man ist mittlerweile viel zu sehr daran gewöhnt, alles mit dem Smartphone zu erledigen, da braucht man nicht noch so eine abgespeckte Version am Handgelenk.

Herr Rainer Rösl

11.04.2016, 09:34 Uhr

Geheime Offenbarung des Johannes, Kapitel 13, Vers 16-18
"Die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Sklaven, alle zwang es, auf ihrer rechten Hand oder ihrer Stirn ein Kennzeichen anzubringen. Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier braucht man Kenntnis. Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschennamens; seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig."

Herr Peter Lorenz

11.04.2016, 09:52 Uhr

Es ist teilweise ein Hype.Man musste es haben ohne zu wissen, wozu es gut ist. Ähnliches passierte beim iphone 6s. dass man unbedingt haben musste, wobei jetzt viele User zugeben, dass sie nach dem Verkaufsstart des SE ihr 6s verkaufen werden, das ihnen das zu groß ist. Hat man natürlich vorher nicht gewusst.

Mir konnte leider auch noch niemand einen Grund erklären, wozu eine Uhr dienlich sein kann, die fast jeden Tag ans Ladegerät muss.

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