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25.01.2007

13:51 Uhr

Viertes Quartal

Chinesen mögen Nokia-Handys

VonHelmut Steuer

Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia setzt sich von der Konkurrenz immer weiter ab. Inzwischen kommt jedes dritte verkaufte Handy von Nokia. Gleichzeitig kämpft der Branchenprimus allerdings wie die beiden stärksten Konkurrenten Motorola und Samsung auch mit sinkenden Handy-Preisen.

Jedes dritte verkaufte Handy kommt von Nokia. Foto: dpa

Jedes dritte verkaufte Handy kommt von Nokia. Foto: dpa

STOCKHOLM. Der Grund: Nokia verkauft immer mehr preiswerte Mobiltelefone in Entwicklungsländern. An diesen einfachen Geräten verdient der Konzern nicht soviel.

Die Börse ließ das allerdings unbeeindruckt. Sie honorierte den gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 36 Prozent gestiegenen Weltmarktanteil mit einem Kursanstieg an der Börse in Helsinki von mehr als sechs Prozent. „Die Zahlen sind klar besser als erwartet“, urteilt Telekom-Analyst Anders Elgemyr von der isländischen Investmentbank Glitnir in Stockholm. Auch andere Experten zeigten sich positiv überrascht, dass Nokia seinen Vorsprung vor der Nummer Zwei, Motorola, weiter ausbauen konnte.

Der finnische Vorzeigekonzern verdankt den gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 Prozent angestiegenen Gewinn vor allem dem starken Handy-Verkauf in China, Indien und einigen lateinamerikanischen Ländern. Im US-Geschäft läuft es dagegen nicht gut: Das Unternehmen tut sich mit dem in den USA gängigen Mobilfunkstandard CDMA schwer.

Auf die Veröffentlichung der Nokia-Zahlen hatte der Markt mit Spannung gewartet, da die beiden stärksten Konkurrenten der Finnen, Motorola und Samsung in den vergangenen Tagen zum Teil deutliche Gewinneinbußen hinnehmen mussten. Auch sie verzeichneten ihre größten Zuwächse in Asien und Lateinamerika, wo hauptsächlich billigere Handys verkauft werden.

Das operative Ergebnis bei Nokia kletterte auf 1,52 Milliarden Euro von 1,37 Milliarden Euro im Vorjahresquartal, wie der finnische Konzern mitteilte. Der Umsatz stieg um knapp 15 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Damit schnitt Nokia deutlich besser ab als von Branchenexperten erwartet.

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