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23.01.2007

08:38 Uhr

Viertes Quartal

Software AG legt deutlich zu

Der nach SAP zweitgrößte deutsche Softwarehersteller Software AG hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr deutlich zugelegt. Dabei übertraf das Unternehmen die Analystenprognosen bei den wichtigsten Kennziffern.

dpa-afx DARMSTADT. Beim Lizenzumsatz verbesserten sich die Darmstädter von 43,4 Mill. Euro vor einem Jahr auf 54,1 Mill. Euro. Hier hatten Analysten mit 53,87 Mill. Euro gerechnet.

Wie das im TecDax notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte, legte der Umsatz im Schlussquartal von 123,6 auf 134,4 (Prognose: 135,35) Mill. Euro zu. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg der Gewinn von 28,9 auf 34,4 Mill. Euro, verglichen mit der Prognose von 33,50 Mill. Euro. Unterm Strich steigt der Überschuss von 18,8 auf 22,3 Mill. Euro. Die Analystenprognose lag bei 21,96 Mill. Euro.

Im vierten Quartal übertrafen die Darmstädter ihr Wachstumsziel für das Lizenzgeschäft, welches als wichtigster Indikator für den Geschäftsverlauf gilt. Mit einem Plus von 28 Prozent lag Software AG über dem eigenen Ziel von 25 bis 27 Prozent. Mit den Sparten Wartung und Dienstleistungen erfüllte das Unternehmen die eigenen Ziele, blieb aber leicht hinter dem Markt zurück. Die Wartungssparte wuchs um 3,6 Prozent auf 45,2 Mill. Euro Umsatz. Software AG hatte einen Schub von vier bis fünf Prozent in Aussicht gestellt.

Mit Services legte Software AG um 2,9 Prozent auf 33,1 Mill. Euro zu. Hier hatten die Darmstädter ein Plus zwischen zwei und vier Prozent in Aussicht gestellt.

Für dieses Jahr bekräftigt das Unternehmen das Ziel, um zehn Prozent zu wachsen. In der ETS-Sparte (Software für Großrechner) liegt das Ziel bei einem Plus zwischen fünf und sieben Prozent. Für crossvision, das Produkt für serviceorientierte Software-Architektur, stellt das Unternehmen einen Umsatzschub von 20 bis 30 Prozent in Aussicht. Das Margenziel auf Ebit-Basis für 2007 legen die Darmstädter daher auf 24 Prozent. Unterm Strich wollen sie einen Gewinn je Aktie zwischen 2,90 und 3,10 (2006: 2,60) Euro einfahren.

Der Software-Konzern richtet seine Führungsstruktur nach den beiden Hauptprodukten ETS (Datenbanken) und crossvision (SOA) aus. David Broadbent wird im Vorstand für ETS verantwortlich zeichnen und die Bandbreite von Entwicklung bis hin zum Marketing unter sich haben.

Im Gesamtjahr 2006 stieg der Umsatz von 438 Mill. auf 483 Mill. Euro, und traf damit die Prognose punktgenau. Dabei legten Lizenzen von 131,6 auf 165,7 Mill. Euro zu. Hier hatten Analysten mit 164,32 Mill. Euro gerechnet. Beim Ebit verbesserte sich die Software AG von 96,4 auf 111,2 Mill. Euro, verglichen mit der Expertenschätzung von 110,49 Mill. Euro. Unterm Strich stieg der Überschuss von 61,8 auf 73,2 Mill. Euro (Prognose: 72,74 Mill. Euro).

Mit diesem Jahresergebnis erreichte Software AG das eigene Ziel, den Umsatz um zehn Prozent zu steigern. Bei der Ebit-Marge steigerten sich die Darmstädter nach 22 Prozent 2005 auf 23 Prozent und lagen damit am oberen Ende der selbst prognostizierten Spanne von 22 bis 23 Prozent.

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