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30.06.2016

14:33 Uhr

Vodafone-Umzug nach Brexit

Brefugees welcome

VonIna Karabasz

Nach dem Brexit-Votum liebäugelt Vodafone öffentlich mit dem Wegzug aus Großbritannien. Das weckt in Deutschland Hoffnungen auf den prominenten Wirtschaftsflüchtling. Dabei spielt der Telekomriese ein ganz anderes Spiel.

Bekommen die Mitarbeiter hier in Düsseldorf vielleicht Zuwachs aus London? Reuters

Vodafone-Deutschlandzentrale

Bekommen die Mitarbeiter hier in Düsseldorf vielleicht Zuwachs aus London?

DüsseldorfDie Ankündigung löste bereits Euphorie aus: Vodafone überlegt öffentlich, seinen Hauptsitz Großbritannien aufzugeben, sollte das Land nach dem Brexit-Votum aus der Europäischen Union austreten. Was in Großbritannien eher Grund zur Besorgnis ist – schließlich machen sich viele Sorgen um die Zukunft der Wirtschaft im Land – löst in Deutschland spontan Optimismus aus.

Sollte der Konzern aus dem Vereinigten Königreich fliehen wollen, würde er hier wohl mit offenen Armen empfangen. So erklärte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, man werde dem Unternehmen „gerne den roten Teppich ausrollen“.

Brexit: Vodafone droht mit Wegzug aus Großbritannien

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Vodafone droht mit Wegzug aus Großbritannien

Nach dem Brexit-Referendum denkt der Mobilfunk-Riese Vodafone öffentlich über Konsequenzen nach. Der Konzern erwägt, seinen Hauptsitz aus Großbritannien zu verlegen. Zudem soll der Euro eine wichtigere Rolle spielen.

Seine Freude hat einen Grund: Das Deutschland-Geschäft betreibt der britische Telekommunikationsanbieter aus Düsseldorf heraus. Rund 14.000 Mitarbeiter arbeiten dort, mehrheitlich auf einem eigenes neugebauten Campus. Deutschland macht mit etwa einem Fünftel des Umsatzes den größten Anteil des Geschäfts von Vodafone aus. 55 Prozent des operativen Gewinns (Ebitda) erwirtschaften die Briten in Europa außerhalb Großbritanniens, nur elf Prozent im Land selber.

Damit hätte Düsseldorf eine reale Chance, Hauptsitz von Vodafone zu werden, sollte der Konzern die bisherigen Standorte London und Newbury verlassen. So erklärte auch der Düsseldorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek gegenüber der „Rheinischen Post“, Düsseldorf sei mit Newbury ohnehin schon wichtigster Standort von Vodafone. „Da wäre ein Umzug hierhin logisch.“

Vodafone selber gab als Grund für die Umzug-Überlegungen an, die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU sei ein wichtiger Faktor für das Wachstum des Unternehmens. Der Zugang zum sich entwickelnden europäischen digitalen Binnenmarkt könne eine signifikante Chance für Großbritannien darstellen.

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

30.06.2016, 15:00 Uhr

Vodafone wird in England bleiben weil es ein englisches Unternehmen ist ist die englische Politik mit Austritt aus dem EU-Regel-Mafia Korresett jetzt über seine Marktrahmenbedingugen über die eigene Gesetzgebung gestalten kann.
Die Regelwut der EU-Bürokraten und Kommisare wird zunehmen und dies wird auch den letzten Marktteilnehmer verschrecken. Subventionen und Umverteilung einer Grün-Sozialistischen ideologie bestimmen die EU. Was will also Vodafone dann in einer absteigenden EU und NRW ist hierfür schon mal ein Beispiel wie man ein Land in den Abgrund durch Grün-Sozialistische Ideologie führt. Danke!

G. Nampf

30.06.2016, 15:18 Uhr

Gestern im ARD-"plusminus" Wirtschaftsmagazin:

UNtersucht wurde, wie sich der BREXIT auf Unternehmen britische/nichtbritische, große/mittelständische auswirkt.

Fazit: Für jede Art von Unternehmen gibt es einerseits Nachteile und andererseits Vorteile. Beide heben sich in etwa auf.

Frau Pia Paff

30.06.2016, 15:19 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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