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27.02.2015

12:17 Uhr

Von Einkaufsliste verbannt

China misstraut Apple und Co.

China hat neue Vorgaben für die Einkaufsliste seiner Behörden veröffentlicht. Von dieser Liste wurden Unternehmen wie Apple, Intel und Cisco verbannt. Die Begründung: Es bestehen Sicherheitsbedenken gegen US-Konzerne.

Die chinesische Regierung bevorzugt heimische Produkte vor US-Technologien. Reuters

Arbeiten an einem Apple-Store in China

Die chinesische Regierung bevorzugt heimische Produkte vor US-Technologien.

PekingApple, Cisco, Intel : China hat Produkte einiger der bekanntesten Technologiekonzerne von der staatlichen Einkaufsliste verbannt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters erhöhte sich zugleich die Zahl der für den Kauf durch zentralstaatliche Behörden freigegebenen Produkte in den vergangenen zwei Jahren von gut 2000 auf knapp 5000. Grund dafür ist, das viele heimische Unternehmen den Sprung auf die Einkaufsliste schafften.

Experten führen das auf Sicherheitsbedenken gegen US-Unternehmen zurück, die durch die Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden zugenommen hätten. „Der Snowden-Fall hat Anlass zur Sorge gegeben, vor allem in der Führungsspitze“, sagte Tu Xinquan, stellvertretender Direktor der University of Internationalen Business and Economics in Peking.

Schutz gegen Datendiebe

Passwörter gut schützen

Es klingt offensichtlich: Nutzer sollten ihre Passwörter gut schützen. Doch nicht wenige kleben ein Post-it mit Zugangsdaten an den Monitor oder speichern sie gar in einer Datei auf dem Rechner. Beides ist riskant – wenn Eindringlinge ins Büro oder auf den Rechner gelangen, können sie auch auf die E-Mails oder das Content Management System zugreifen.

Erst lesen, dann klicken

Es ist der Klassiker: In der E-Mail wird ein lustiges Katzenbild oder ein sensationelles Video angekündigt. Lädt man den Anhang herunter oder klickt auf den Link, fängt man sich aber einen Virus ein. Daher gilt nach wie vor die Regel, Anhänge und Links kritisch zu prüfen, ebenso Nachrichten von unbekannten Absendern.

Vorsicht mit USB-Sticks

Eine beliebte Angriffsmethode: Hacker lassen präparierte USB-Sticks auf dem Parkplatz oder in der Kantine liegen – und hoffen darauf, dass arglose Mitarbeiter das Gerät an den PC anschließen. Diese Masche funktioniert erschreckend gut. Die Lehre daraus: Nutzer sollten mit unbekannten Speichermedien extrem vorsichtig umgehen.

WLAN nur mit Verschlüsselung

Ob im Café oder am Flughafen: Wer mit seinem Smartphone oder Notebook ein öffentliches WLAN-Netzwerk nutzt, geht ein Risiko ein. Wenn man vertrauliche Daten abrufen will, sollte man das beispielsweise möglichst nur mit einer SSL-Verbindung tun. Weitere Tipps gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Schutz gegen Mitleser

In der Bahn oder im Flugzeug können Mitreisende ohne Probleme einen Blick auf das Notebook oder Smartphone erhaschen – und bekommen so möglicherweise sensible Informationen mit. Sicherheitsexperten raten daher, sich nach sogenannten Schultersurfern umzusehen und im Zweifelsfall die Datei geschlossen zu lassen. Zudem raten sie dringend davon ab, das Gerät auch nur kurz aus dem Auge zu lassen.

Gesunde Skepsis bei Apps

Apps können das Leben leichter machen, aber auch unsicherer: Viele Anwendungen fragen Informationen ab, die die Nutzer vermutlich nicht weitergeben wollen. Gerade Android-Nutzer sollten genau überprüfen, welche Berechtigungen ein Programm einfordert und im Zweifelsfall lieber die Finger davon lassen. Gleiches gilt für PC-Nutzer, die Programme aus dem Nutzer herunterladen und installieren. Besonders illegale Kopien sind häufig verseucht.

Code fürs Smartphone

Es mag zwar vielleicht nerven, wenn man jedes Mal einen Code eingeben muss, bevor man das Smartphone nutzen kann. Doch eine Sperre ist höchst nützlich, wenn das Gerät verloren geht oder gestohlen wird. Viele Firmen schreiben eine solche physische Absicherung vor. Im Büro kann es durchaus sinnvoll sein, den Rechner zu sperren, während man eine Besprechung hat oder in die Mittagspause geht.

Software aktuell halten

Auch dieser Tipp ist bekannt, er wird aber trotzdem oft nicht beherzigt: Nutzer sollten die Software auf ihrem Rechner immer aktuell halten. Das gilt nicht nur für den Virenscanner, sondern auch das Betriebssystem und Anwendungsprogramme wie Browser oder Textverarbeitung. Potentiell können Angreifer viele Lücken ausnutzen, um schädliche Software auf das Gerät zu schleusen.

Auf der Liste wird genau aufgeführt, welche Produkte von welchen Marken direkt erworben werden dürfen. Zusammengestellt wird sie vom Finanzministerium. Bestellungen sind bis zu einem Wert von 500.000 Yuan (rund 71.000 Euro) erlaubt. Die Liste gilt als Richtlinie für die Zentralregierung, nicht jedoch für staatliche Unternehmen, Provinzen oder das Militär, welches ein eigenes Register führt.

Von

rtr

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