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11.05.2012

21:28 Uhr

Vor Börsengang

Facebook-Mitgründer gibt US-Staatsbürgerschaft auf

Einer der Gründer von Facebook, Eduardo Saverin, soll seinen Wohnsitz von den USA nach Singapur verlegt haben. Mit der Ausbürgerung will Saverin offenbar vor dem Börsengang noch kräftig Steuer sparen.

Zwei Jugendliche vor dem Logo des sozialen Internet-Netzwerks Facebook. dpa

Zwei Jugendliche vor dem Logo des sozialen Internet-Netzwerks Facebook.

WashingtonVor dem milliardenschweren Börsengang von Facebook hat einer der Mitgründer des sozialen Netzwerks wohl aus steuerlichen Gründen seine US-Staatsbürgerschaft aufgegeben. Der mittlerweile in Singapur lebende Eduardo Saverin steht auf einer Ende April veröffentlichten Ausbürgerungsliste der US-Steuerbehörde IRS, wie am Freitag bekannt wurde. Dem gebürtigen Brasilianer sollen zwischen zwei und vier Prozent von Facebook gehören. Die Webseite "Who owns Facebook?" schätzt seinen Anteil auf rund 3,4 Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro).

US-Bürger zahlen üblicherweise in ihrer Heimat Steuern auf ihr gesamtes weltweites Einkommen, unabhängig von ihrem Wohnsitz. In Singapur könnte Saverin einem Großteil der Abgaben entgehen, weil der asiatische Stadtstaat Einkommen aus dem Ausland nicht besteuert. Ein Sprecher des Facebook-Mitgründers sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, der 30-Jährige habe die US-Staatsbürgerschaft abgelegt, weil er "auf unbestimmte Zeit" in Singapur bleiben wolle. Saverin ließ sich demnach bereits im vergangenen September ausbürgern.

Das für kommenden Freitag geplante Debüt von Facebook an der Wall Street ist der größte Börsengang in der Geschichte der Technologie-Branche, bei Ausgabe der Aktien wird das soziale Netzwerk etwa 90 Milliarden Dollar (69 Milliarden Euro) wert sein. Saverin ist einer der vier Mitgründer von Facebook, das vor acht Jahren an der US-Eliteuni Harvard entstand und heute weltweit mehr als 900 Millionen Mitglieder hat.

Nach einem Streit mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg verließ Saverin 2005 das Unternehmen, in einem Gerichtsverfahren erhielt er eine Abfindung in unbekannter Höhe zugesprochen. Seit seinem Ausscheiden hat er mehr als die Hälfte seiner Anteile an dem sozialen Netzwerks verkauft und das Geld in junge Technologiefirmen investiert.

Von

afp

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