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26.08.2011

14:38 Uhr

Vor Börsengang

Groupon-Chef wischt Kritik vom Tisch

Zum geplanten Börsengang des Internet-Schnäppchenportals Groupon hagelte es Vorwürfe zur Strategie des Unternehmens. Die Kritik sei „bekloppt“ und „lachhaft“, so Firmenchef Andrew Mason.

Screenshot der Groupon-Website. dapd

Screenshot der Groupon-Website.

Los AngelesDer Chef des Internet-Schnäppchenportals Groupon, Andrew Mason, setzt sich gegen Kritik an der Wachstumsstrategie seines Unternehmens zur Wehr. In einem längeren Brief an seine Mitarbeiter bezeichnete Mason die Vorwürfe am Donnerstag als bekloppt und lachhaft. Dabei verteidigte er eine umstrittene Buchungsmethode, die das Unternehmen inzwischen aufgegeben hat, und wies Bedenken zurück, Konkurrenten wie Google und Facebook drohten dem Portal das Wasser abzugraben. Für August erwartet Mason demnach ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent gegenüber Juli. Die bislang hohen Werbekosten sollen um 20 Prozent sinken.

„Wir haben uns auf die Zunge gebissen und schwachsinnige Vorwürfe zugelassen, die ohne jeden Widerspruch veröffentlicht worden sind“, heißt es in dem Schreiben, in dem die Frustration des Chefs an mehreren Stellen durchschimmerte. „Aber es ist mir wichtig, dass Ihr den nötigen Kontext habt, um solches Zeug vom Tisch zu wischen.“

Mason nannte die Konkurrenz auf dem Internet-Schnäppchenmarkt klein. Zudem sei kein Wachstum der Rivalen erkennbar, schrieb er. Er ging auch auf den Vorwurf ein, Groupon kaufe regelrecht neue Kunden mit seinen hohen Marketingausgaben. „Selbst wenn wir weiterhin so viel Geld ausgeben wollten, würden uns irgendwann die Leute ausgehen, die wir als Abonnenten gewinnen könnten.“

Groupon-Chef Andrew Mason. Reuters

Groupon-Chef Andrew Mason.

Die zwischenzeitliche Größe des Unternehmens mache einen Wettbewerbsvorteil aus, mit dem es auch die größten Tech-Konzerne nicht aufnehmen könnten, schrieb er. Web-Größen wie Facebook und Google machten es zuletzt dem Marktführer nach und bieten nun auch Rabatte auf Restaurant-Besuche, Reisen oder Sportkurse an.

Experten zufolge haben sich die Chancen für Groupons Börsengang zuletzt nicht nur wegen der schwachen Finanzmärkte verschlechtert. Die neue Buchungsmethode zu Umsatz und Ausgaben zeigt ihrer Einschätzung nach, dass sich das Wachstum des Geschäfts in Nord-Amerika zuletzt verlangsamt habt. Das IPO steht Kreisen zufolge im September an. Groupon hat im Juni einen Börsengang in Höhe von 750 Millionen Dollar beantragt, was einen Firmenwert von bis zu 20 Milliarden Dollar bedeuten könnte. Die Deutsche Bank soll den Schritt neben 13 weiteren Geldhäusern begleiten.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Pendler

26.08.2011, 15:26 Uhr

Alles was NEU ist und dennoch funktioniert, kommt ins Sperrfeuer. Egal, ob es nun gut ist (wie Facebook) oder nur eine optimale Werbeplattform wie Groupon.

wir haben jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass man mit Groupon optimal sein Produkt bewerben kann und trotzdem hat auch der Endkunde etwas davon. Ganz anders, als bei den sonst üblichen Werbeplattformen (der Medien).

Ich persönlich hate es für eine Super-Idee, wenn man als Geschaftsinhaber werben kann und der Kunde kommt außerdem noch verbilligt an die Dienstleistung.

Sonja

28.08.2011, 11:29 Uhr

Das Groupon-Gutschein-Angebot ist in vielen Faellen unseriös. Gutscheine für Autowäsche kann man z.B. erst nach Monaten einloesen. Einen Frühstücks-Gutschein fuer das Petrocelli am Savigniplatz konnte man nicht einlösen, da das Restaurant keinen Frühstücksbetrieb hat. Wir waren im Petrocelli in der Uhlandstraße/Pariser Straße und haben unseren Gutschein füer € 30,-- eingeloest. Bestellt hatten wir fuer einen Wert von ca. 12,-- €. Da die Getränke exra gingen und wir noch € 20,- bezahlten, waren fuer ein Frühstück für 2 Personen € 50,-- weg. Das teuerste Frühstück in Berlin, wie abartig!
Sonja

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