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22.05.2015

03:24 Uhr

Vor der Aufspaltung

Geschäft von Hewlett-Packard schrumpft weiter

Das Computergeschäft ist schwierig, Hewlett-Packard büßt im zweiten Quartal weiter an Gewinn und Umsatz ein. Kurz vor seiner Aufspaltung senkte der Konzern aber noch einmal kräftig die Kosten.

HP will sich in diesem Jahr aufspalten. Das Geschäft mit PCs und Druckern soll dabei von den Dienstleistungen für Unternehmen abgetrennt werden. ap

Hewlett-Packard

HP will sich in diesem Jahr aufspalten. Das Geschäft mit PCs und Druckern soll dabei von den Dienstleistungen für Unternehmen abgetrennt werden.

BangaloreDer Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) tut sich vor seiner Aufspaltung schwer. Im zweiten Geschäftsquartal schrumpfte der Umsatz um sieben Prozent im Jahresvergleich auf 25,5 Milliarden Dollar (22,6 Mrd Euro), wie HP am Donnerstag mitteilte. Ohne den Einfluss des starken Dollar, der Auslandseinnahmen bei Umrechnung in US-Währung reduziert, hätte das Minus allerdings nur zwei Prozent betragen. Der Gewinn fiel um 21 Prozent auf eine Milliarden Dollar.

Die Aktie stieg nachbörslich dennoch leicht – Analysten hatten einen noch größeren Rückgang erwartet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie jedoch lag aber über den Analystenschätzungen.

HP will sich in diesem Jahr aufspalten. Der 75 Jahre alte Konzern will sein Computer- und Drucker-Geschäft in einer neuen Gesellschaft bündeln, getrennt von den zukunftsträchtigeren Bereichen mit Computerservern und Datenspeichern für Firmen sowie den sonstigen Dienstleistungen. Beide Geschäftsteile sollen an der Börse notiert werden. Sie steuern bislang jeweils etwa die Hälfte zum Umsatz und Gewinn bei. Konzernchefin Meg Whitman hofft, dass die Sparten separat schneller wachsen können.

Am Morgen hatte HP bekanntgegeben, die Mehrheit an mehreren Geschäftsbereichen in China für 2,3 Milliarden Dollar an die zur Tsinghua-Universität gehörende Firma Tsinghua Holdings zu verkaufen.

Die Aufspaltung des Unternehmens wird billiger als zunächst erwartet. Die Kosten dürften zwischen 400 und 450 Millionen Dollar pro Jahr liegen, teilte der Konzern nach Börsenschluss mit. Das US-Unternehmen hatte ursprünglich eine Milliarden Dollar an zusätzlichen Kosten – als „Dis-Synergien“ bezeichnet – veranschlagt.

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