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15.03.2012

20:31 Uhr

Vorläufige Bilanz

Constantin Medien dämmt Verlust ein

Weniger Verlust als im Vorjahr ist ja eigentlich ein gutes Zeichen. Bei Constantin Medien liegt das scheinbar gute Jahr 2011 allerdings hauptsächlich an Steuereffekten und einem besseren Finanzergebnis.

Der FC Augsburg gegen Borussia Dortmund: Constantin will wieder Bundesliga-TV-Rechte kaufen. dpa

Der FC Augsburg gegen Borussia Dortmund: Constantin will wieder Bundesliga-TV-Rechte kaufen.

MünchenDie Sport 1-Mutter Constantin Medien hat ihre Verluste 2011 zwar deutlich reduziert, schreibt aber weiter rote Zahlen. Unter dem Strich verbuchte das Münchner Medien- und Filmunternehmen im vergangenen Jahr ein Minus von 2,6 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag in einer knappen Pflichtmitteilung erklärte. 2010 hatte noch ein Verlust von 11,4 Millionen Euro die Bilanz belastet. Die kompletten Zahlen will der Konzern am 22. März vorlegen.

Allerdings dürfte das kaum auf das Konto guter Geschäfte gehen. Profitiert hat das Unternehmen vor allem von einem besseren Finanzergebnis und einem Steuereffekt, wie es in den wenigen Zeilen heißt. Details teilte Constantin nicht mit. Der Umsatz sank 2011 leicht um ein Prozent auf 465,7 Millionen Euro, vor allem wegen der schwächeren Entwicklung der Film-Sparte.

Wie es beim Sportsender Sport1 (früher Deutsches Sportfernsehen DSF) aussieht, teilte der Konzern ebenfalls nicht mit. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag) sucht Constantin nach Investoren für das Geschäftsfeld Sport. „Wir prüfen derzeit, wie dieser Bereich weiter wachsen kann“, sagte Vorstandschef Bernhard Burgener dem Blatt. „Vorstellbar ist auch, einen Partner an unserem Sportbereich zu beteiligen. Aber wir werden die Kontrolle in keinem Fall abgeben.“ Gesucht wird nach Zeitungsangaben ein Investor, der zwischen 25 Prozent und knapp unter 50 Prozent übernimmt.

Zu dem Geschäft gehört neben Sport1 auch die Produktionsfirma Plazamedia, unter anderem wird das Telekom-Bundesligaprogramm „Liga Total“ zugeliefert. Zudem wolle Constantin auch wieder Bundesliga-TV-Rechte kaufen. Nach Sanierung und hohen Verlusten in den vergangenen Jahren schreibt der Sportbereich keine roten Zahlen mehr. Der Sender hatte schon 2010 kaum von den nach der Krise wieder anziehenden Werbeausgaben der Unternehmen profitiert. In den ersten neun Monaten 2011 waren die Umsätze des Sportsegments nur leicht um 0,9 Prozent auf 110,8 Millionen Euro gestiegen, hoben das Ergebnis aber knapp über die Gewinnschwelle auf ein Plus von 400.000 Euro.

Constantin Medien war aus einer Dreier-Allianz der Medienfirmen EM-Sport, der Filmfirma Constantin und der Highlight Communications entstanden. Großaktionär bei dem Unternehmen war bis zu seinem Tod im Juli der Medienunternehmer Leo Kirch. Das Aktienpaket von 18,7 Prozent wird weiterhin von Kirchs Familie und seinem langjährigen Geschäftspartner Dieter Hahn über die Gesellschaft KF 15 gehalten.

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